Kürbiskernöl

In unserem Nachbarland Österreich wird Kürbiskernöl, das traditionell in der Steiermark angebaut wird, gerne und oft verwendet. Auch bei uns besinnt man sich je länger, je öfter auf den gesunden, schmackhaften Speiseveredler. Zu Recht: Er setzt nicht nur geschmackliche, sondern auch farbliche Akzente.

KürbiskernölDas Grüne Gold aus Österreich. (Foto by: jochenschneider / Depositphotos)

Allgemeine Informationen

Wegen des aufwendigen Herstellungsverfahrens zählt Kürbiskernöl zu den teuersten und wertvollsten Ölen. Hier ein paar interessante Informationen zu diesem erlesenen Nahrungsmittel:

  • Um einen Liter Kürbiskernöl zu produzieren, benötigt es etwa zweieinhalb Kilo getrocknete Kürbiskerne.
  • Zur Herstellung verwendet man einen speziellen Ölkürbis mit wenig Fruchtfleisch und vielen Kernen. Zudem ist dies der einzige Kürbis mit Kernen ohne harte Schale.
  • Erstklassiges Kürbiskernöl hat eine unverwechselbar dunkelgrüne Farbe. Es hat einen ausgeprägten, aber milden Eigengeschmack mit einer nussigen Komponente.
  • Seine grüne Farbe erhält das Öl durch Rückstände der Schalen, die Chlorophyll enthalten.
  • Kürbiskernöl kann auch äusserlich angewendet werden und gilt als potentes Anti-Aging-Mittel.

Herkunft

Das originale Kürbiskernöl stammt aus der österreichischen Steiermark und wurde in seinen Anfängen im 18. Jahrhundert noch aus hartschaligen Kernen gepresst. Mittlerweile produziert man das grüne Gold nicht nur dort; es wird übers ganze Land verteilt angebaut. In zahlreichen Ländern erhält man in der Zwischenzeit lokal hergestelltes Kürbiskernöl. Jedoch handelt es sich meist um Nischenprodukte. Zudem: Jenes aus der Steiermark bleibt weiterhin unübertroffen.

Wirkung

  • Kürbiskernöl zählt zu den gesündesten Pflanzenölen, die es gibt.
  • Es liefert 50% mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Olivenöl nur etwa 25%).
  • Hinzu kommen alle Vitamine von A bis E.
  • Kürbiskernöl soll helfen, Prostata- und Blasenleiden zu mildern.
  • Durch seine entzündungshemmenden und antiseptischen Eigenschaften kommt Kürbiskernöl auch in der Kosmetikindustrie zum Zug.

Aufbewahrung und Lagerung

Kürbiskernöl solltet ihr unbedingt dunkel lagern. Die ideale Aufbewahrungstemperatur liegt bei etwa 18 Grad. Angefangene Flaschen solltet ihr nach jedem Gebrauch wieder gut verschliessen. Geöffnet könnt ihr das grüne Gold bei richtiger Lagerung etwa zehn Monate aufbewahren. Abgelaufenes Kernöl kann ranzig oder bitter schmecken. Dann solltet ihr es nicht mehr verwenden.

Verwendung in der Küche

  • Kürbiskernöl verwöhnt unsere Gaumen mit einem ausgeprägten Eigengeschmack. Deshalb wird es nur in kleinen Mengen verwendet.
  • Das Öl verträgt keine Hitze und sollte deshalb nicht zum Braten eingesetzt werden.
  • Idealerweise verwendet man es, um kurz vor dem Servieren die Speisen zu veredeln - ein paar Tropfen, maximal ein TL genügen in aller Regel.
  • Kernöl passt hervorragend zu allerlei Kürbisgerichten, ganz besonders zur Kürbissuppe. Es pimpt Salatsaucen, Marinaden und Pesto.
  • Mit Eierspeisen, Polenta oder Kartoffeln harmoniert Kürbiskernöl ebenfalls prima.
  • Auch für Süssspeisen könnt ihr es hernehmen. Ein Klassiker ist Vanilleglace mit Kürbiskernöl. Nicht minder lecker munden grillierte Bananen, die mit Kernöl verfeinert sind.

Köstliche Rezepte mit Kürbiskernöl:


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