Rhabarber, sehr schmackhaft und gesund

Rhabarber ist ein grosses knolliges Bodengewächs, welches vor allem von Anfang April bis Ende Juni (Richtwert ist der 24. Juni, danach wird der Gehalt an Bitterstoffen sehr hoch und macht den Rhabarber wenig geniessbar) geerntet werden sollte.

Rhabarber zählt zum Gemüse und kann vielseitig verkocht werdenRhabarber zählt zum Gemüse und kann vielseitig verkocht werden (Foto by: komarmaria / Depositphotos)

Es handelt sich bei uns um den gemeinen oder auch Gemüse- bzw. krausen Rhabarber. Sein Ursprung liegt in Asien in dem Gebiet des Himalaya. Von seinem Wuchsverhalten ist er relativ anspruchslos, die Pflanze braucht einen tieferen Boden und möglichst viel Wasser. Eine weitere Pflege ist nicht erforderlich.

Rhabarber in der Küche

Die meisten Menschen würden Rhabarber als Obst einordnen, jedoch handelt es sich bei der Eingruppierung in der Tat um ein Gemüse. Verwendbar sind die Stangen des Rhabarbers, welchen die Aussenhaut zumeist dünn abgeschält wird. Die Blätter sind ungeniessbar, sie enthalten Giftstoffe, die Übelkeit, Erbrechen und sogar Kreislaufprobleme verursachen können, sobald man diese roh verzehrt. Ungesüsst schmeckt Rhabarber relativ herbe und sauer.

Am besten ist er gesüsst mit Zucker oder -insbesondere bei Saft- mit Honig zu geniessen. Rhabarber kann vor allem als Kompott, Saft oder auf bzw. in Kuchen verwendet werden. Man kann aber auch Likör oder Schnaps daraus herstellen.

Richtige Verarbeitung

Zur Herstellung eines Kompotts oder von Saft lässt man das geschälte und gestückelte Produkt mit Zucker und etwas Wasser(damit das Gemisch nicht anbrennt) auf kleiner Flamme köcheln, ein zu hohes Erhitzen zerstört die zahlreichen Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe des Rhabarbers.

Im Kuchen kann Rhabarber zumeist einfach roh gestückelt mitverarbeitet werden. (hier ist es sicherheitshalber empfehlenswert bei komplexeren Backvorhaben in der Rezeptanleitung zu schauen, für Blech- und einfache Rührkuchenrezepte gilt aber vorher genanntes.)

Rhabarber und dessen gesundheitsfördernde Wirkung

Da in den Rhabarberpflanzen viele Vitamine, wie auch sekundäre Pflanzenstoffe enthalten sind, wird vor allem der Rhabarbersaft als Verdauungsanreger sowie Entschlackungsprodukt verwendet. Die verdauungsfördernde Wirkung entsteht durch den Inhaltsstoff Anthrachinon.

Das Gewächs enthält an Vitaminen:

  • vor allem das Vitamin C,
  • aber auch Vitamin A
  • und reichlich B-Vitamine, hauptsächlich zählen dazu B1 und B2.

Es handelt sich um Antioxidantien, welche freie Radikale im Körper bekämpfen und somit krebsvorbeugend wirken. Für infektiös erkrankte Menschen ergibt sich ebenso eine gesundheitsfördernde Wirkung.

Aber Rhabarber liefert nicht nur die genannten Vitamine, sondern auch viele Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Phosphor, Calcium und Kalium. Da die Pflanze jedoch auch Oxalsäure enthält und diese calciumzehrend wirkt, ist das Mineral Calcium hier zu vernachlässigen und schwer nieren- oder gallenkranke Menschen sollten Rhabarberprodukte vorsichtig dosieren, müssen aber keinesfalls darauf verzichten.


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