Kräuter trocknen

Sommerzeit ist Erntezeit. Wer einen eigenen Gemüsegarten hegt, freut sich, im Sommer seinen Küchenkreationen mit den liebevoll selbst gezogenen Küchenkräutern zusätzlichen Pfiff zu verleihen. Doch nähern sich die ersten Fröste, stellt sich sofort die Frage, wohin mit der duftenden Pracht, wenn sie nicht verderben soll? Hier stellen wir Ihnen die gängigsten Konservierungsvarianten vor.

Heilsame Kräuter eignet sich getrocknet gut als Tee oder zum verfeinert von SpeisenHeilsame Kräuter eignet sich getrocknet gut als Tee oder zum verfeinert von Speisen (Foto by: AlinaYa / Depositphotos)

Ernten

Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Gartenkräuter im Spätherbst noch vor den ersten nächtlichen Minustemperaturen vollständig abernten. Sie tun dies am besten im Laufe des Vormittags, nachdem der Morgentau von den Blättern verschwunden ist. Damit den Gewürzpflanzen ihr volles Aroma erhalten bleibt, sollten Sie sie nach dem Ernten rasch weiterverarbeiten.

Konservieren auf traditionelle Art: trocknen

Beim Trocknen handelt es sich um die älteste Variante, Kräuter für längere Zeit haltbar zu machen. Diese Methode ist vor allem für jene Sorten geeignet, die Sie während des ganzen Kochvorgangs mitschmoren lassen. Kräuter, die Sie trocknen wollen, schneiden Sie am besten möglichst langstielig ab. Danach sollten Sie sie gut waschen und behutsam trocknen.

Nun binden Sie die Stängel zu Sträussen zusammen und hängen sie an einem warmen, trockenen Ort auf. Nach rund zwei Wochen sind die Bündel trocken. Eine andere Möglichkeit ist, die Kräuter zum Trocknen auf Küchentüchern auszulegen. Dabei sollten Sie sie täglich einmal wenden. Wenn die Blätter leicht zerbröseln, sind sie vollständig getrocknet.

Bewahren Sie getrocknete Kräuter in einem dunklen, gut verschliessbaren Behälter auf.

Folgende Gewürzpflanzen eignen sich zum Trocknen:

Beinahe wie frisch: Kräuter einfrieren

Zum Lagern im Tiefkühlfach waschen Sie die Kräuter und trocknen Sie sie sorgfältig. Sollte es braune, unschöne Blätter darunter haben, entfernen Sie diese. Nun können Sie entweder die Kräuter, wie Sie sie abgeschnitten haben, in einem Tiefkühlbeutel luftdicht verschlossen ins Eisfach legen. Praktischer ist es jedoch, die Blätter zu zerkleinern und lose in Eiswürfelbehälter zu füllen.

Nun einfach etwas Wasser drüber geben und so ins Tiefkühlfach legen. Sie können die Kräuter im Eiswürfelbehälter lagern, oder aber danach in Tiefkühlbeutel umfüllen. So haben Sie das gewünschte Gewürzkraut immer in handlichen Portionen zur Verfügung. Zudem riskieren Sie nicht, dass die Kräuter auftauen, wenn Sie sich eine Portion zum Kochen holen. Gefrorene Kräuter sollten schnell verarbeitet werden, sonst werden sie welk und verlieren ihr Aroma.

Folgende Sorten eignen sich zum Tieffrieren:

Salbei kann einfach in Öl eingelegt werdenSalbei kann einfach in Öl eingelegt werden (Foto by: ChamilleWhite / Depositphotos)

Herrlich aromatisch: Kräuteröl, Kräuteressig

Es gilt, zu unterscheiden, ob Sie Ihre Kräuter im Öl oder im Essig konservieren oder ob Sie Öl und Essig aromatisieren wollen. Zum Konservieren schneiden Sie die Blätter klein, geben sie in ein gut verschliessbares Einmachglas und füllen dieses mit so viel Flüssigkeit auf, dass die Kräuter knapp damit bedeckt sind. Derart konserviert lassen sie sich einige Monate lagern. Zum Aromatisieren von Essig verwenden Sie am besten einen milden Weissweinessig.

Dazu waschen Sie die Kräuter, trocknen sie sehr gut ab, zerkleinern sie und geben sie in eine Pfanne. Jetzt giessen Sie den Essig dazu und erhitzen die Mischung bis kurz vor dem Siedepunkt. Nehmen Sie die Pfanne nun vom Herd und lassen die Mischung eine halbe Stunde ziehen. Danach wird der Sud durch ein Küchentuch abgeseiht und in saubere Glasflaschen gefüllt. Zur Dekoration können Sie einige ganze Zweiglein mit dem entsprechenden Gewürzkraut in die Flasche geben.

Lagern Sie Kräuteressig an einem kühlen, dunklen Ort. Für aromatisiertes Öl verwenden Sie vorzugsweise erstklassiges, kalt gepresstes Pflanzenöl. Um einer allfälligen Schimmelbildung vorzubeugen, sollten Sie nur sehr trockene Kräuter verwerten. Allenfalls trocknen Sie diese zuerst ein paar Tage an. Lassen Sie die Kräuter-Öl-Mischung in einem gut verschliessbaren Behälter während etwa vier Wochen an einem kühlen, dunklen Ort ziehen. Danach filtrieren Sie das Öl und füllen es in saubere Glasflaschen um.

Wenn Sie Kräuterzweige im Öl liegen lassen, kann es trüb werden. Kräuteröl ist etwa vier Monate haltbar. Es empfiehlt sich also, die Flaschen mit dem Abfülldatum zu versehen.

Folgende Kräuterarten eignen sich zum Einlegen:

Apart: Kräutersalz zubereiten

Zur Herstellung von Kräutersalz können Sie sich entweder auf eine Sorte beschränken oder Mischungen verwenden. Hacken Sie die Kräuter sehr klein und vermischen Sie sie mit Meersalz oder einer edlen Fleur de Sel.

Das ideale Mischverhältnis liegt bei sieben Teilen Salz und einem Teil Kräuter. Füllen Sie das Kräutersalz nun portionenweise ab, beispielsweise in Kartons oder Papiertütchen, die kein Licht durchlassen. Kräutersalz ist ein beliebtes Mitbringsel zu Einladungen.

Folgende Gewürzkräuter eignen sich einzeln oder gemischt zur Zubereitung von Kräutersalz:


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