Corinna sagt: kulinarische Schweiz – ganz ohne Fleisch

Wir Schweizer lieben Gerichte mit Fleisch. Viele davon können wir so abwandeln, dass sie nicht nur Vegetariern schmecken. Ich finde das eine tolle Idee. Etwas für Gesundheit und Umwelt zu tun, ohne auf Genuss und Vielfalt zu verzichten.

vegetarisch-kochenLieblingsgerichte der Schweizer vegetarisch zubereiten - unfassbar köstlich. (Foto by: nebojsa.ki@gmail.com / Depositphotos)

Bei uns Schweizern darfs immer gerne ein Essen mit Fleisch sein – und wenn es nur Speckwürfeli als Aromageber sind. Doch übermässiger Fleischkonsum soll ja gar nicht so gesund sein – und ökologisch auch nicht. Deshalb bin ich dazu übergegangen, Lieblingsgerichte von uns Schweizern auch mal vegetarisch zuzubereiten. Das geht problemlos. Hier verrate ich euch meine besten Rezepte.

10 beliebte Gerichte der Schweizer – auf vegetarisch getrimmt

Schweizer Wurstsalat

Nichts geht über einen Wurstsalat garniert. Seitdem es Veggi-Würste gibt, die nicht nur wie Cervelat aussehen, sondern auch so schmecken, bereite ich meinen Wurstsalat nur noch damit zu. Sogar mein fleischliebender Gatte muss zugeben, dass die Wurst dem Original in nichts nachsteht.

Vegetarischer Schweizer >Wurst<-Käse-Salat

Gerstensuppe

Die nahrhafte Gerstensuppe gehört zu meinen Lieblingen. Vor allem im Winter in den Bergen. Es gibt keinen Grund, sie mit Fleisch zuzubereiten. Auch mit «nur» Gemüse und Gerste schmeckt sie lecker. Wer den rauchigen Fleischgeschmack etwas vermisst, könnte sich mit Räuchertofu oder einer veganen Hanfwurst behelfen.

Flammkuchen

Ich liebe das Elsass und bin da häufig unterwegs. Ohne Genuss eines Flammkuchens begleitet von einem Glas Gewürztraminer geht dann gar nichts. Das Original wird mit viel Speck zubereitet. Meine vegetarische Variante mit Gemüse, Oliven und Feta mag ich ehrlich gesagt viel lieber.

Vegetarischer Flammkuchen mit Gemüse

Tatar

Rohes Fleisch ist nicht jedermanns Sache. Auch meine nicht. Seit ich ein Rezept für vegetarisches Tatar auf der Basis von getrockneten Tomaten habe, gibts diese Vorspeise bei uns häufig. Gäste – auch eingefleischte Karnivoren – sind jeweils restlos begeistert.

Vegetarisches Tatar aus getrockneten Tomaten

Coq au Vin

Kennt ihr planted Chicken – eine vegetarische «Poulet»-Version von einem Spin-Off der ETH entwickelt? Perfekt, um damit einen fleischlosen Coq au Vin zu kochen. Denn Hand aufs Herz – bei diesem Gericht spielt die feine Rotweinsauce die erste Geige.

Coq au Vin für Vegetarier und Veganer

Stroganoff

Für Gäste mein Lieblingsrezept, weil ich so vegetarische Gäste und Fleischliebhaber gleichzeitig verwöhne. Die Basis ist ein Pilzstroganoff mit Peperoni und sauren Gurken. Sitzen Fleischliebhaber am Tisch, brate ich für die am Schluss Rindshuftstücke die ich mit einem Teil der Pilzsauce vermische. Doch auch dieses Gericht mag ich ohne Fleisch viel lieber.

Pilzstroganoff

Cordon bleu

Vegetarische Cordon bleu auf der Basis von Aubergine muss man einfach lieben. Mit einer Tomatenscheibe und rezentem Käse gefüllt sind diese Schnitzel einfach ein Gedicht. Passt zu Pommes oder Risotto.

Vegetarisches Cordon bleu

Zürcher Geschnetzeltes

Diesen Schweizer Klassiker kann man problemlos ohne Fleisch kochen. Pilzrahmsauce und Rösti reichen vollauf. Wem das zu wenig ist und doch auf Fleisch verzichten will, kann Tofu würfeln, marinieren, gut anbraten und danach zur Pilzsauce geben. Auch das schmeckt mir hervorragend.

Hackbraten

Hackbraten gehören seit meiner Kindheit zu meinen Lieblingsgerichten. Weil ich sie so liebe, versuche ich mich an immer neuen Rezepten, auch an vegetarischen. Diese Kombination von aromatischen Haferflocken mit Nüssen und duftendem Gemüse hier hat mich überzeugt.

Vegetarischer Hackbraten

Rahmschnitzel

Die Rahmsauce machts, das Fleisch ist Nebensache, einverstanden? Hab ich kein Fleisch da, aber Lust auf Rahmsauce, behelf ich mich mit gut gebratenen Räuchertofuscheiben. Passt perfekt. Im Herbst liebe ich die Sauce mit einem «Kürbisschnitzel», das ich in der Grillpfanne brate.

Ich finde, es macht grossen Spass, klassische Rezepte neu zu interpretieren. Wie seht ihr das?


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