Vanille - Vanilleschote

Vanille kennt und erkennt wohl jeder. Mit ihrem charakteristischen, süsslichen Aroma verleiht sie einer Vielzahl von Süssspeisen, Kuchen und Desserts das I-Tüpfelchen mit besonders feinem Duft. Selbst für feine Nasen ist nur schwer zu unterscheiden, ob es sich um echte Vanille oder um das Vanillearoma Vanillin handelt.

Vanille - Vanilleschote & VanillezuckerDer Vanille-Geschmack macht viele Kuchen und Plätzchen zum Geschmackserlebnis. (Foto by: Valentyn_Volko / Depositphotos)

Vanille ist ursprünglich auf die „Vanilleschote“, welche botanisch betrachtet keine Schote sondern eine Kapselfrucht ist, und insbesondere deren aromatisches Mark zurückzuführen. Mit ihr begann ihr Siegeszug in der Welt des Gebäcks. Nicht umsonst wird die echte Vanille auch als Königin der Gewürze bezeichnet. Eingesetzt werden kann das frische Mark der Vanilleschote oder aber als bequeme Variante – der Vanillezucker, welcher vor allem beim Backen seine großen Stärken ausspielt. Vanillezucker kann in verschiedene Qualitäten erworben werden. Echter Vanillezucker ist relativ teuer, da er mit frischem Vanillemark vermischt und so aromatisiert wird. Die billige Alternative hierzu ist Vanillinzucker, der nicht mit echtem Vanillemark, sondern lediglich mit dem Vanillearoma „Vanillin“ hergestellt wird.

Herkunft

Ursprünglich stammt die Vanille aus Mittelamerika, insbesondere Mexiko. Heutzutage liegen die Hauptanbaugebiete aber auf Madagaskar sowie Indonesien. Anbau und Verarbeitung bis hin zur küchenfertigen Vanilleschote sind aufwendig, was sich im Preis niederschlägt. Vanille und der damit hergestellte Vanillezucker waren lange ein Luxusprodukt, das vor allem der Oberschicht vorbehalten blieb. Erst durch die Entwicklung eines künstlichen Herstellverfahrens für den Aromastoff Vanillin wurde Vanillezucker für den „kleinen Bürger“ interessant. Seit es gelingt, das Vanillearoma Vanillin auch künstlich zu produzieren, wurde das Produkt auch für die breite Masse zugänglich.

Aussehen

Vanilleschoten sind ca. 15-25cm lange, dünne, dunkelbraune Röhren, die in ihrem Inneren das Vanillemark verbergen. Wird dieses fein vermahlen mit Zucker gemischt, so entsteht echter Vanillezucker: weißer, feiner Zucker mit kleinen schwarzen Pünktchen. Dagegen ist mit Vanillin hergestellter Vanillinzucker äußerlich von normalem Zucker nicht zu unterscheiden.

Geschmack

Vanillezucker sollte halten, was der Name verspricht: er schmeckt wie von Raffinadezucker zu erwarten süß. Außerdem muss er natürlich aromatisch nach Vanille schmecken und vor allem riechen. Je nachdem, ob es sich um „echten“ Vanillezucker oder Vanillinzucker handelt, zeigt sich also ein mehr oder weniger ausgeprägtes Vanillearoma.

Anwendung/Verwendung in der Küche

Vanillezucker wird vor allem zum Backen und bei der Zubereitung von Vanillegipfeli, die sogar mit dem feinen, weißen Zucker überzogen werden. Vanillezucker kann man sogar selbst herstellen. Man benötigt lediglich eine Vanillestange. Sie darf ruhig bereits ausgekratzt sein. Man gibt ganz normalen Haushaltszucker in ein dicht schließendes Glas und stellt die Vanillestange mit hinein. Innerhalb von ein paar Tagen überträgt sich das feine Vanillearoma auf den Zucker und macht ihn zum Vanillezucker. Sowohl Vanillezucker als auch Vanilleschoten sollten trocken und möglichst unter 20°C gelagert werden, um ihr Aroma zu erhalten.


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