Das Geheimnis des richtigen Wähenbodens

Sind Sie auch Fan von Wähen? Zwar ist das Backwerk bei Weitem nicht so bekannt wie unsere kulinarischen Tophits Raclette und Fondue. Doch aus der Schweizer Küche sind die gluschtigen Fladen ebenfalls nicht mehr wegzudenken. Grund genug, sich dem Thema zu widmen.

Der Teig ist kinderleichtDer Teig ist kinderleicht für den Wähenboden zu backen (Foto by: belchonock/ Depositphotos)

Freitag ist Wähentag - dann findet man in Bäckereien, Take-aways der Grossverteiler oder Bistros ein vielfältiges Angebot an verführerischen süssen und salzigen Wähen: mit saisonalen Früchten oder mit Gemüse, Käse, Pilzen oder Fleisch.

Doch erst der perfekte Wähenboden macht den Kuchen zum vollendeten Genuss. Ist der zu wenig gebacken, oder saftet er durch, schmeckt’s nur halb so gut.

Wähen selber zubereiten

Eine Wähe selbst zu backen, ist keine Hexerei. Man muss dazu nicht einmal die Fertigteige vom Lebensmittelhändler nehmen. Die schmecken grösstenteils sowieso ziemlich fade und wollen meist nicht recht knusprig werden. Einen Wähenteig hat man im Handumdrehen zubereitet.

Man benötigt:

  • 75 Gramm flüssige Butter
  • 1 dl Wasser
  • 1 gestrichener TL Salz
  • 200 Gramm Mehl

Alle Zutaten werden zu einem Teig zusammengefügt und eine Stunde kühl gestellt. Das war’s auch schon.

Der grösste Mehraufwand ist das Ausrollen des Teiges. Doch gerade das wird sich zusammen mit dem richtigen Backen als Schlüssel zum perfekten Wähenteig entpuppen.

Vier Tipps für einen unwiderstehlich knusprigen Wähenboden

Der kalte Teig wird auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 3mm dick ausgerollt.Der kalte Teig wird auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 3mm dick ausgerollt. (Foto by: serkucher / Depositphotos)

Mit folgenden Tricks trumpfen Sie mit Ihrer Wähe gross auf:

  • Mehl: Wählen Sie Ihr Mehl sorgfältig aus. Wer es chüschtig liebt, nimmt Vollkornmehl oder mischt halb Vollkorn-, halb Weissmehl. Besonders schmackhaft werden Wähenteige mit Dinkelmehl, insbesondere mit Urdinkelmehl, das zwar weiss, jedoch mit kleinen Mengen von köstlichem Schrot versetzt ist.
  • Auswallen: Wallen Sie den Teig ja nicht zu dünn aus. Bei der angegebenen Menge müssen Sie bei einem Wähenblech von 28 cm Durchmesser nicht knausern. Ist der Teig zu dünn, wird er je nach Belag durchsaften und bereits kurze Zeit nach dem Backen schwammig werden.
  • Belag: Falls Sie einen Belag wählen, der saftet (Zwetschgen, Tomaten), belegen Sie den Boden zunächst mit Zutaten, die den Saft etwas aufsaugen – beispielsweise mit geriebenen Nüssen für süsse oder Paniermehl für herzhafte Wähen.
  • Backen: Die Wähe wird auf der untersten Rille bei 220 Grad Ober- und Unterhitze oder besser noch auf Pizzastufe 25 bis 30 Minuten gebacken. Danach stellen Sie den Ofen auf Unterhitze, bedecken die Wähe mit Alufolie und lassen den Kuchen noch einmal 10 Minuten weiterbacken.

Übrigens: Wollen Sie Ihre Wähe vom Vortag aufwärmen, tun Sie dies in der Bratpfanne. So wird der Boden wieder herrlich knusprig.

Rezeptideen

Haben Sie nun Lust bekommen, sofort eine Wähe zuzubereiten und suchen neue Ideen? Krautstiel eignet sich hervorragend als Wähenbelag. Garnieren Sie Käsewähen mit Tomatenscheiben und frischem Thymian – ein mediterran anmutendes Sommergericht.

Aus dem Emmental stammt die Kabiswähe mit gedünstetem Weisskohl, Speckwürfeli und Dörrbirnen.

Können Sie sich bei Fruchtwähen nicht für eine Frucht entscheiden? Dann backen Sie eine Multifruchtwähe: innen Äpfel, in der Mitte Aprikosen, aussen Zwetschgen. Das sieht toll aus und schmeckt einfach herrlich!

Hier noch ein paar weitere Rezept Vorschläge:

Viel Spass beim Austüfteln neuer, gluschtiger Wähenkreationen.


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