Reis - rund um den Globus heiss geliebt

Reis wird seit Jahrtausenden auf der ganzen Welt angebaut und dient in weiten Teilen der Erde als Grundnahrungsmittel. Er gilt als nahrhaft, sättigend und erweist sich als kulinarischer Tausendsassa. Für uns ein Grund, uns näher mit den wertvollen Körnern zu befassen.

Reis ist das Grundnahrungsmittel für die Hälfte der MenschheitReis ist das Grundnahrungsmittel für die Hälfte der Menschheit (Foto by: antpkr / Depositphotos)

Zahlen und Fakten

  • Reis gehört zur Gattung der Süssgräser.
  • Er wird rund um den Globus konsumiert.
  • Für mehr als 50 % der Weltbevölkerung gilt Reis als Hauptnahrungsquelle.
  • Die Chinesen verzehren pro Jahr um 90 kg Reis; in der Schweiz sind es zwischen zwei und drei.
  • Der weltweit grösste Reisproduzent ist China; zu den wichtigsten Exporteuren zählen Thailand und Indien.

Wildreis ist in Wirklichkeit kein Reis sondern Körner einer Grasart.Wildreis ist in Wirklichkeit kein Reis sondern Körner einer Grasart. (Foto by: belchonock / Depositphotos)

Reistypen

Weltweit soll es über 100'000 verschiedene Reissorten geben. Diese werden grundsätzlich in drei Korntypen eingeteilt:

  • Langkornreis: Er weist eine Kornlänge von wenigstens 6 mm auf; seine Form ist länglich. Langkornreis bleibt auch nach dem Kochen schön körnig.
  • Rundkornreis: Reiskörner dieses Typs sind bis zu 5.2 mm lang und haben eine rundliche Form. Sie eignen sich gut für Paella oder Milchreis.
  • Mittelkornreis: Hier handelt es sich um eine Mischung von Lang- und Rundkornreis. Er wird hauptsächlich in Italien angebaut und bietet sich für die Zubereitung von Risotto an.

Wir unterscheiden im Alltagsgebrauch etwas anders. Hier die für uns gängigsten Reissorten:

  • Parboiled Reis
  • Jasminreis
  • Parfumreis
  • Basmatireis
  • Widlreis
  • roter Reis
  • schwarzer Reis
  • Risottoreis

Hier findet ihr Informationen, wofür ihr die verschiedenen Reissorten verwendet.

Risotto ist schon lange kein Arme-Leute-Essen mehrRisotto ist schon lange kein Arme-Leute-Essen mehr (Foto by: olhaafanasieva / Depositphotos)

Reis ist gesund

Das kleine magische Korn gilt als kalorienarmer Sattmacher mit wenig Fett. Dank der komplexen Kohlenhydrate wird Reis im Körper nur langsam verarbeitet und sorgt daher für ein langes Sättigungsgefühl. Dank der vielen Ballaststoffe reguliert er die Verdauung und gilt vor allem bei Durchfall als probates Mittel. Beeindruckend, was Reis unserem Körper Gutes tut:

  • 100 g gekochter Reis enthalten gut 100 Kalorien.
  • Reis regt den Stoffwechsel an.
  • Der hohe Anteil an Kalium entwässert und entschlackt den Körper.
  • Reis enthält nebst Vitamin E auch verschiedene Vitamine aus der B-Gruppe.
  • Das Korn zählt als wichtiger Lieferant von Magnesium, Zink und Eisen.
  • Reis enthält kein Gluten und kann von Personen, die an Zölliakie leiden, problemlos genossen werden.

Selbstverständlich ist Vollkornreis die bessere Variante als geschälter Reis. Er enthält weit mehr Ballaststoffe sowie Vitamine und macht länger satt.

Zubereitung von Reis

Je nach Sorte - gibt es Reis in unterschiedlichen Farben und Korngrössen.Je nach Sorte - gibt es Reis in unterschiedlichen Farben und Korngrössen. (Foto by: felker / Depositphotos)

Jede Reissorte verlangt nach einer individuellen Zubereitungsart. Hier ein paar wichtige Eckpunkte, die es beim Reiskochen zu beachten gibt:

  • Als Faustregel gilt, dass man gleich viel Wasser wie Reis benötigt. Also auf eine Tasse Reis braucht es eine Tasse Wasser.
  • Basmatireis kommt mit etwas weniger Wasser aus als die übrigen Reissorten.
  • Die Kochzeit beträgt je nach Reissorte zwischen 20 und 45 Minuten. Hier gilt es, die Kochanleitung auf der Packung zu beachten.
  • Damit Mittel- und Rundkornreis nicht klebt, ist es wichtig, ihn vor dem Kochen gründlich zu waschen, und zwar bis das Wasser klar ist.
  • Risottoreis wird zunächst im heissen Öl angedünstet und dann mit Bouillon oder einem Wein-Bouillon-Gemisch abgelöscht. Während des Kochvorgangs wird gelegentlich umgerührt. Falls die Flüssigkeit zu schnell aufgesogen wurde, müsst ihr sorgfältig etwas nachgiessen.
  • Parboiled Reis muss während des Kochens nicht umgerührt werden. Wichtig ist aber, dass ihr ihn mit der Gabel auflockert, wenn er gar ist.

Reis-Aficionados werden sich einen Reiskocher anschaffen. Grosse Mengen an Reis zu kochen wird damit zum Kinderspiel – und er kann im Kocher erst noch warmgehalten werden.

Reis ist schon lange kein Arme-Leute-Essen mehr.Reis ist schon lange kein Arme-Leute-Essen mehr. (Foto by: marcomayer / Depositphotos)

Kulinarische Vielfalt ohne Ende

So vielseitig die verschiedenen Reissorten, so variantenreich sind auch die Reisrezepte. Ob Sushi, Paella, Reissalat, Auflauf, Risotto, Milchreis, fried Rice, in der Suppe oder als Beilage – die Möglichkeiten sind grenzenlos. Übrigens, Reis solltet ihr trocken und luftdicht aufbewahren. Er lässt sich ungefähr zwei Jahre lagern.

Rezepte, die das kleine Korn ganz gross herausbringen, findet ihr hier:


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