Bohnenkraut

Bohnenkraut wurde, wie sein Name schon vermuten lässt, lange Zeit nur für Gerichte mit Bohnen verwendet. Grund dafür war sicherlich nicht nur der passende Geschmack, sondern auch die Tatsache, dass es schwere oder blähende Speisen gut verdaulich macht.

Bohnenkraut wird auch als Wurstkraut oder Pfefferkraut bezeichnetBohnenkraut wird auch als Wurstkraut oder Pfefferkraut bezeichnet (Foto by: mallivan / Depositphotos)

Bohnenkraut wird auch als Wurstkraut oder Pfefferkraut bezeichnet. Es wächst staudenförmig und wird bis zu einem halben Meter hoch. In den Sommermonaten blüht Bohnenkraut mit weissen bis violetten Blüten. Da das Kraut vor der Blüte aber den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen aufweist, wird es im Frühsommer geerntet. Bohnenkraut kann entweder durch Trocknung oder sofortiges Einfrieren haltbar gemacht werden. Vom Bohnenkraut können die Stängel und die Blätter verwendet werden.

Herkunft & Saison

Bohnenkraut stammt wohl ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum, lässt sich aber sogar nach Zentralasien zurückverfolgen. Erst um das 9. Jahrhundert herum wurde Bohnenkraut in Mitteleuropa bekannt. Heute wird Bohnenkraut beinahe auf der ganzen Welt angebaut. Die wichtigsten Anbauländer finden sich auf dem Balkan, allen voran Rumänien und Ungarn. In unseren Breiten kann Bohnenkraut von Juli bis September frisch geerntet und verwendet werden.

Den Rest des Jahres über kann Bohnenkraut getrocknet oder tiefgefroren gekauft werden.

Geschmack

Bohnenkraut schmeckt sehr würzig mit einer leichten pfeffrigen Geschmackskomponente. Der Geschmack ist abhängig vom Zeitpunkt, wann das Bohnenkraut geerntet wird. Im Winter und Frühjahr schmeckt es am intensivsten.

Verwendung in der Küche

Wie der Name vermuten lässt, war Bohnenkraut lange Zeit das typische Gewürz für Bohnengerichte. Im einfachsten Fall wird es grünen Bohnen beim Dünsten zugesetzt. Nutzt man ganze Stängel so können diese nachträglich wieder entfernt werden – der Geschmack bleibt im Gericht erhalten. Auch die meisten anderen Hülsenfrüchte lassen sich gut mit Bohnenkraut kombinieren.

Es ist auch sehr gut zum Würzen von Fleischgerichten, die über einen starken Eigengeschmack verfügen wie Lammgerichte geeignet. Generell passt Bohnenkraut gut zu Zwiebeln, Basilikum, Petersilie, Dill und Estragon, harmoniert aber auch mit Suppengemüse.

Bohnenkraut verliert beim Trocken kaum Aroma und kann so wunderbar haltbar gemacht werden. Hierfür werden die Stängel zu Sträussen zusammengebunden und an einem dunklen Aufbewahrungsort kopfüber aufgehängt. Nach dem vollständigen Trocknen können entweder die ganzen Stängel oder auch nur die Blättchen eingelagert werden.

Wirkung

Bohnenkraut enthält verschiedene ätherische Öle, unter anderem Terpene, Cineol, Thymol und Zymen. Bohnenkraut kann bei Verdauungsproblemen Abhilfe schaffen, vor allem bei Durchfall, Blähungen und Verdauungsproblemen. Es verbessert die Verdaulichkeit von schweren Speisen. Zusätzlich wirkt es appetitanregend und kann bei Bronchialerkrankungen für Linderung sorgen.


Bewertung: Ø 0,0 (0 Stimme)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Zimt

Zimt

Kein Duft und kein Aroma assoziieren wir so sehr mit der Adventszeit wie Zimt. Zimt gehört zu Guetzli Rezepten und in jeden Glühwein. Zimt ist vielseitig und passt in viele Rezepte.

WEITERLESEN...
Löwenzahn

Löwenzahn

Der Löwenzahn wirkt entschlackend auf den Körper. Was beim sammeln zu beachten ist und wie er zubereitet wird, lesen Sie hier.

WEITERLESEN...
Lorbeer

Lorbeer

Der Lorbeer stammt aus dem Mittelmeerraum und wird nur zum Anfertigen der Speisen verwendet. Mitgegessen darf er nicht werden.

WEITERLESEN...
Gartenkresse

Gartenkresse

Gerne von Kindern gepflanzt, wächst die Gartenkresse sehr rasch heran und kann innerhalb von ein paar Tagen geerntet werden.

WEITERLESEN...

User Kommentare