Corinna sagt: Vorratshaltung will gelernt sein

Food Waste ist in aller Munde. Was tut ihr dagegen? Es ist gar nicht so einfach, so zu planen, dass möglichst wenig Essensabfälle anfallen. Mir liegt es sehr am Herzen, mit einer sinnvollen Vorratshaltung meinen Beitrag zu einem nachhaltigeren Konsum beizusteuern.

VorratshaltungVorratshaltung will gelernt sein und bringt viele Vorteile mit sich. (Foto by: Leonidovich / Depositphotos)

Was war das im Frühjahr ein Schuss vor den Bug, als wir während des Lockdowns Panik schoben und wie Irre Lebensmittel oder Klopapier hamsterten. Die leeren Gestelle, wo sonst tonnenweise Pasta und Reis lockten: unvergessen! Mit einer cleveren Vorratshaltung wäre das vielen nicht passiert. Zum Glück konnte ich die gähnende Leere in den Regalen einfach weglächeln.

Vorteile der Vorratshaltung

Abgesehen davon, dass wir von Gesetzes wegen zur Vorratshaltung verpflichtet wären, hat eine kluge «Lagerbewirtschaftung» in der Küche zahlreiche Vorteile:

  • Ich spare Geld, weil ich Lebensmittel wie Reis, Pasta, Salz, Zucker und Mehl im Sonderangebot kaufe.
  • Ich vermeide so wöchentliche Grosseinkäufe – und kann auch mal mit dem Velo einkaufen gehen.
  • Ich kann grössere Mengen aufs Mal kochen und hab was, um am Folgetag im Büro aufzuwärmen – so spare ich Zeit.
  • Wenn es einmal nicht fürs Einkaufen reicht, habe ich doch immer was zu Hause, das ich auf den Tisch zaubern kann.
  • Mit einem Grundstock an Nahrungsmitteln wird die Menugestaltung planbarer – und der Ausschuss kleiner.

Meine besten Tipps zur richtigen Vorratshaltung

  • Ideal ist, wenn ihr einen Grundstock an Getreideprodukten, Gewürzen, Öl, Essig und Pelati anlegt. Wer mag, kann weitere Konserven dazu nehmen.
  • Wichtig ist, die Konserven auch umzuschlagen und nicht auf alle Ewigkeit in der Vorratskammer zu lagern. Eine kleine Liste mit Produkten und deren Verfalldatum hilft mir persönlich ungemein.
  • Pasta und andere Getreideprodukte kühl und trocken lagern – idealerweise in einer gut verschliessbaren Dose. Küchenschaben sollen sich anderswo ernähren.
  • Eine Tiefkühltruhe ist Gold wert. So könnt ihr im Sommer Gemüse und Obst einkochen und es im Winter, oder wenn es schnell gehen muss, geniessen.
  • Schafft ihr nicht, das eingekaufte Gemüse zu essen – blanchiert und friert es ein – oder verkocht es zu einer feinen Gemüsesuppe .
  • Wer im Tiefkühler Platz hat, sollte von Saucen, Ragout, Sugo, Braten immer mehr kochen und einfrieren. Zusammen mit dem Getreidevorrat habt ihr «zackzack» ein vollwertiges Mahl aus dem Hut gezaubert.
  • Nicht jeder Keller eignet sich, um Lebensmittel wie Kartoffeln, Zwiebeln, Rüebli oder Äpfel zu lagern. In diesen Fällen gilt, nur so viel einzukaufen, wie ihr verarbeiten könnt.

Und ihr so? Mich interessiert, welches eure ultimativen Tipps für eine erfolgreiche Vorratshaltung sind

Rezeptkategorien zur Vorratshaltung und Resteverwertung

 

Über Corinna:

Corinna schreibt geschmackvolle Texte für GuteKueche.ch. Privat ist sie eine hingebungsvolle Geniesserin. Auf ausgedehnten Reisen krönen Kochkurse und das Abtauchen in die kulinarische Welt des Gastlandes ihre Touren.

Ihre Lieblingsgerichte – etwa die raffiniert gewürzte Fischtajine aus Marokko oder buntes Gemüsecurry aus Sri Lanka - hat sie auf diese Weise entdeckt. Ihre Arbeit bei GuteKueche.ch nennt sie eine glückliche Fügung: die perfekte Symbiose ihrer zahlreichen Passionen. Corinna lebt mit ihrem Mann in der Region Zürichsee.


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