Corinna sagt: kulinarisches Bewusstsein zu Zeiten von Covid-19

Corona, Einschränkungen, Maskenpflicht, Lockdown, Abstandsregeln – könnt ihr es auch bald nicht mehr hören? Zumal jetzt tatsächlich eine zweite Welle anrollt! Doch Hand aufs Herz: Die schwierige Zeit hat doch auch gute Seiten – vor allem in kulinarischer Hinsicht.

Kulinarisches-Bewusstsein-Covid-19Der Trend zum selber Kochen und Einkochen stieg in der Zeit des ersten Lockdown wieder an. (Foto by: iakovenko123 / Depositphotos)

Ich gehöre schon lange zu jenen Menschen, die sich gerne und ausgiebig mit dem Essen befassen. Ich liebe es, über Wochenmärkte zu schlendern, bestaune das Angebot und überschlage in Gedanken, was ich damit alles zubereiten könnte. Dann kaufe ich spontan und je nach Saison ein. Zu Hause ist es eine sinnliche Beschäftigung, das frische Gemüse zu verarbeiten – begleitet von lauter Musik und manchmal einem Glas kühlen Weisswein.

Viele Leute können diese Leidenschaft nicht nachvollziehen. Essen muss satt machen und schnell gehen. Deshalb war es interessant, zu beobachten, dass während des grossen Covid-Lockdowns im Frühjahr viele Menschen Zerstreuung suchten. Und sich darauf besannen, wieder vermehrt in die Küche zu stehen:

  • Die Mehlregale waren leer.
  • Hefe, Vanillezucker und Backpulver war vielfach schwer zu finden.
  • Es wurden weit mehr Rezepte heruntergeladen als sonst.
  • Die Hofläden machten ein Vielfaches an Umsatz.

Auch ich gehörte zu denen, die sich in dieser Zeit öfter auf Hofläden eindeckten und verschiedene neue Rezepte ausprobierten. So hat sich mein Palmarès an Lieblingsrezepten erweitert:

Jetzt im Herbst verarbeite ich begeistert selbst gezogener Kürbis zu Ravioli, Gnocchi, Suppe, Konfi und vielem mehr.

Natürlich hoffe ich, dass der Trend zum selber Kochen – mit Produkten aus der Region – anhält. Braucht ihr ein paar überzeugende Argumente? Voilà:

  • Das Essen macht mehr Spass, wenn wir es mit Liebe selbst zubereitet haben.
  • Wir unterstützen die Bauern in der Region.
  • Wir entwickeln wieder ein Gefühl dafür, was wann Saison hat.
  • Lokal Produziertes schmeckt einfach besser als unreifes Gemüse, das um die halbe Welt gekarrt wurde.
  • Es ist umweltfreundlich und nachhaltig, lokal einzukaufen und frische Produkte selbst zu verarbeiten.

Vor allem aber ist Kochen ein kreatives Hobby, das man mit seinen Liebsten pflegen kann. Gibts was Schöneres, als zu Hause im Kreise von Freunden und Familie das mit Hingabe zubereitete Mahl zu geniessen?

Rezeptkategorien-Tipps:

 

Über Corinna:

Corinna schreibt geschmackvolle Texte für GuteKueche.ch. Privat ist sie eine hingebungsvolle Geniesserin. Auf ausgedehnten Reisen krönen Kochkurse und das Abtauchen in die kulinarische Welt des Gastlandes ihre Touren.

Ihre Lieblingsgerichte – etwa die raffiniert gewürzte Fischtajine aus Marokko oder buntes Gemüsecurry aus Sri Lanka - hat sie auf diese Weise entdeckt. Ihre Arbeit bei GuteKueche.ch nennt sie eine glückliche Fügung: die perfekte Symbiose ihrer zahlreichen Passionen. Corinna lebt mit ihrem Mann in der Region Zürichsee.


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