Holunder

Holunder begegnet uns überall auf unseren Streifzügen durch die Natur. Es ist eines der klassischen Gewächse, die im Wald stehen und darauf warten, dass wir uns von seinen Gaben bedienen. Wir erklären euch, wann ihr nach Holunder Ausschau halten sollt und wie ihr ihn verwenden könnt.

HolunderbeereHolundbeeeren sind im August und September reif und haben eine tiefschwarze Farbe. (Foto by: Vfotografie / Depositphotos)

Allgemeine Informationen

Holunder ist vielseitig und steht uns gratis in Hülle und Fülle zur Verfügung. Wer Spass daran hat, selbst Gepflücktes zu verarbeiten, kommt am Holunder nicht vorbei.

  • Der Schwarze Holunder wird je nach Region Schwarzer Flieder, Holler oder Holder bezeichnet.
  • Es handelt sich um ein Gewächs, das als Strauch oder als Baum vorkommt.
  • Er gedeiht an Waldrändern oder in lichten Wäldern und ist sehr frostresistent.
  • Holunder gehört zu den in Mitteleuropa am meist verbreiteten Pflanzen.
  • Man kann ihn in der Küche, als Heilmittel oder als Färbemittel verwenden.
  • Als natürlicher Farbstoff kommt die Holunderbeere heute in der Lebensmittel- und Textilindustrie zum Einsatz. Früher färbte man damit Leder oder die Haare.
  • Sowohl die Blüten als auch die Beeren können verwendet werden.

Saison

  • Die Erntezeit für die Holunderblüten dauert von Mai bis Juli.
  • Sofern uns die Vögel etwas übriglassen, können wir die Holunderbeeren zwischen August und September ernten.
    • Holunderbeeren sind dann reif, wenn an einer Dolde alle Beeren dunkelrot bis schwarz gefärbt sind.

Aroma/ Geschmack

  • Die Holunderblüten verbreiten schon am Baum ihr süsslich exotisches Aroma.
  • Die Beeren schmecken süss und haben einen leicht bitteren Beigeschmack.

HolunderblüteHolunderblüten blühen von Mai bis Juli - aus Ihnen wird meist köstlicher Holunderblütensirup gekocht (Foto by: Depiano/ Depositphotos)

Wirkung und Nährstoffe

Wie oben erwähnt, verwendet man Holunder auch als Heilmittel:

  • Holundersaft oder Holunderblüten-Tee gelten als potentes Mittel bei Erkältung und Grippe.
  • Die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle wirken schweisstreibend und lösen den Schleim.
  • Holundertee hilft Magenbeschwerden zu lindern.
  • Getrocknete Blüten werden gerne verwendet, um Entzündungen zu hemmen.
  • Holunderbeeren sagt man eine leicht abführende Wirkung nach.

Generell enthält Holunder viel Vitamin C und B.

Haltbarkeit/ Aufbewahrung

  • Holunderblüten werden rasch welk. Deshalb sollten sie sofort nach dem Pflücken verarbeitet oder genossen werden.
    • Ihr könnt die Blüten trocknen - so sind sie längere Zeit haltbar.
  • Holunderbeeren müsst ihr erst kochen, bevor ihr sie geniessen könnt. Verarbeitete Beeren lassen sich je nach Endprodukt mehrere Monate lagern.
    • Ihr könnt Holunderbeeren auch tieffrieren.

Verwendung in der Küche

  • Speziell lecker sind in Bierteig getunkte und ausgebackene Hollerküchle mit Puderzucker.
  • Aus den Blüten wird gerne Holunderblütensirup zubereitet.
  • Getrocknete Blüten eignen sich hervorragend für einen schmackhaften Tee.
  • Ihr könnt die Blüten ein paar Tage in Zuckerwasser einlegen und danach abseihen - so erhält ihr eine aromatische Limonade.

Infos-HolunderNäheres zur Holunderblüte und Holunderbeere. (Foto by: GuteKueche.ch)

Holunderbeeren sind roh leicht giftig, weshalb sie vor dem Verzehr unbedingt gekocht werden sollten. Holunderbeeren löst man am besten von den Dolden, in dem man den Stiel nach unten hält und sie mit einer Gabel abstreift.

Da die Beeren stark färben, ist es ratsam, mit Handschuhen und Küchenschürze zu arbeiten.

  • Leckere Spezialitäten aus der Beere sind Holundergelee, Holundermousse, Holunderkonfitüre oder -likör.
  • Die schwarzen kleinen Kugeln passen hervorragend in eine rote Grütze.
  • Zum Backen von Kuchen und Cakes eignen sich die Früchtchen ebenfalls.

Rezepte mit Holunder


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