Liebstöckel

Liebstöckel ist vielen unter einem anderen Namen besser bekannt: Maggikraut. Der Name ist Programm – Liebstöckel ist Bestandteil der bekannten Maggi-Gewürzmischung. Aber das Kraut mit dem außergewöhnlichen Geschmack kann noch viel mehr und sollte auch öfter mal als Gewürz in unseren Küchen Verwendung finden.

Die Blätter des Liebstöckel sind auf der Oberseite dunkelgrün und auf der unteren Seite hellgrünDie Blätter des Liebstöckel sind auf der Oberseite dunkelgrün und auf der unteren Seite hellgrün (Foto by: HeikeRau / Depositphotos)

Liebstöckel wächst in Strauchform und kann bis zu 2 m hoch werden. Die Blätter sind recht außergewöhnlich, sind sie doch auf der Oberseite dunkelgrün und auf der unteren Seite hellgrün. Die Blätter sowie die Wurzeln des Liebstöckels sind als Gewürz verwendbar. Es ist zu vermuten, dass der Liebstöckel seinen Namen erhalten hat, weil er laut volksmedizinischem Glauben eine aphrodisierende und anregende Wirkung besitzt.

Herkunft & Saison

Liebstöckel stammt ursprünglich aus Persien. Er fand seinen Weg über den Mittelmeerraum nach Nordeuropa. Hierzulande kann Liebstöckel aus dem Freilandanbau im Sommer geerntet werden. Die Haupterntezeit geht von Mai bis August. Vor oder während der Blütezeit geerntet, schmeckt das Kraut am aromatischsten. Liebstöckel kann frisch verwendet werden, verliert aber auch durch Trocknen oder tiefgefrieren nicht allzu viel Aroma.

Geschmack

Liebstöckel hat eine sehr starke Gewürzkraft und weist scharfe sowie leicht süßliche Geschmacksnuancen auf. Der Geschmack ist unverkennbar und trägt so auch den intensiven Geschmack der bekannten Maggi-Würze.

Verwendung in der Küche

Vielen Menschen würzen fast ihre gesamten Speisen unbewusst mit Liebstöckel, weil sie Maggi-Würze verwenden. In den Zeiten der Rückkehr zum „natürlichen“ Würzen kommt aber auch öfter wieder echter Liebstöckel zum Einsatz. Besonders Suppen profitieren sehr von ein wenig Liebstöckel. Deftigen Eintöpfen verleiht das Kraut das gewisse Etwas. Aber auch Fleisch- und Fischgerichte oder Salate aus Paprika und Tomaten bekommen eine besondere Note. Liebstöckel sollte aber grundsätzlich vorsichtig dosiert werden. Aufgrund seiner enormen Würzkraft reichen kleine Mengen aus, um ein Gericht zu würzen.

Wirkung

Liebstöckel enthält vor allem ätherische Öle, aber auch Cumarin und Gerbstoffe. Es wirkt entzündungshemmend und leicht antibiotische. Deshalb und auch aufgrund seiner harntreibenden Wirkung kann es bei Erkrankungen der Niere und der Blase zur Heilung eingesetzt werden. Auch bei Gicht, Rheuma und Wassersucht sowie bei Verdauungsproblemen vermag das Kraut Linderung zu bewirken. Mit Hilfe von Teil- oder Vollbädern kann Liebstöckel sogar Entzündungen der Haut mildern. Liebstöckel wirkt anregend auf die weiblichen Geschlechtsorgane und fördert Wehen. Dies kann ausgenutzt werden, um die Menstruation zu erleichtern, bedeutet aber auch, dass Schwangere das Kraut mit Vorsicht genießen sollten.


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