Marktbummel Herbst - Herbstgenüsse ohne Ende

Herbst ist die Zeit der bunten Wälder, der ersten Nebelschwaden und der markant kürzer werdenden Tage. Die Zeit, in der die Natur noch einmal alles gibt, bevor sie sich zur Winterruhe legt. Die Zeit, in der sich auf dem Markt die Kürbisse auftürmen, Quitten in sattem Gelb auf sich aufmerksam machen oder Maroni ihrer Käufer harren.

Kürbis, Nüsse & Co sorgen für HerbstgenüsseKürbis, Nüsse & Co sorgen für Herbstgenüsse (Foto by: Sandralise / Depositphotos)

Der Marktbesuch im Oktober mobilisiert noch einmal all unsere Sinne. Unsere Kreativität läuft zu Hochform auf, wenn wir uns ausmalen, wie wir all die herrlichen Herbstspezialitäten zubereiten könnten.

Bereits merklich reduziert hat sich die Auswahl an Gemüse- oder Kräutersetzlingen. Ausser beim Nüsslisalat besteht so spät im Jahr ja kaum mehr Aussicht auf gärtnerische Erfolge. Die Blumenpracht ist auch schon nicht mehr ganz so üppig wie im Sommer. Ausladende Töpfe mit Chrysanthemen und herbstliche Astern übertrumpfen quantitativ das Angebot an typischen Sommerblumen.

Die äusserst dekorativen Lampionblumen passen farblich prächtig ins Angebot der goldenen Herbsttage. Die orangefarbenen Ballönchen sorgen garantiert für sonnige Stimmung in Heim und Büro.

Doch nun wollen wir unser Augenmerk auf die vielen lukullischen Herbstspezialitäten lenken. Auffallend sind zunächst die Unmengen von Suppe, Gratin, Risotto oder Kuchen – die Möglichkeiten, Kürbis zu verkochen, sind unerschöpflich. Maroni, Äpfel, Birnen, Trauben, Feigen und Zwetschgen gehören allesamt zu den herbstlichen Gaumenfreuden und lassen sich zu fruchtig-leichten Gerichten verarbeiten.

Feigen mit frischem Pfefferkäse gefüllt sind ein Gedicht. Trauben veredeln den Herbstsalat und verleihen ihm eine erfrischende Note. Birnen und Trauben munden hervorragend zu einer Käseplatte. In letzter Zeit erleben die Maroni eine Renaissance. Geröstet gelten sie zwar ein gesunder Snack zwischendurch – doch Kastanien können mehr.

Als Suppe, Pasta, Brot, mit Speck umwickelt aus dem Ofen oder in einer Gemüsepfanne: Das einstige „Arme-Leute-Essen“ lässt sich unglaublich vielseitig einsetzen. Pilzliebhaber kommen im Herbst voll auf ihre Kosten. Eierschwämme und Steinpilze führen die Hitparade der beliebtesten Pilze deutlich an.

Wer findet, sollte unbedingt einmal ein Gericht mit Blutreizgern zubereiten – auch dieser Pilz ist ein Gedicht. Lassen Sie sich beraten und vom Pilzhändler eine Mischung zusammenstellen, die Sie zu einer knusprigen Wähe oder einer exquisiten Pastetlifüllung verarbeiten.

Heimische Baumnüsse sind gut für das Herz und HirnleistungenHeimische Baumnüsse sind gut für das Herz und Hirnleistungen (Foto by: Valentyn_Volkov / Depositphotos)

Nüsse sind trotz ihres hohen Fettanteils sehr gesund. Denn sie enthalten hauptsächlich die bekömmlichen, ungesättigten Fettsäuren. Zahlreiche Nusssorten stammen aber nicht von hier. Nicht so die Baumnüsse, die zum Herbst gehören wie der Hase zum Osterei.

Wer jetzt durch die herbstlich gefärbte Landschaft spaziert, wird am Wegrand zahlreiche von den Bäumen gefallene Baumnüsse finden. Man braucht sie nur aufzuheben und einzupacken. Urbane Marktbummler finden die heimischen Baumnüsse jetzt aber auch bei ihrem bevorzugten Obst- und Gemüsehändler.

Es lohnt sich, herzhaft zuzugreifen und die delikaten Kraftspender wieder vermehrt in der Küche einzusetzen. Baumnüsse enthalten viel Vitamin B und E, Selen und Fluor. Sie sind Futter fürs Gehirn, beugen Herz- und Kreislaufkrankheiten vor und erhöhen unsere Beweglichkeit und Tatkraft. Wenn das kein Grund ist, wieder vermehrt Baumnüsse in den Salat oder ins morgendliche Müesli zu streuen, zu einem Pesto zu mixen oder in einer raffinierten Sauce zu verarbeiten. Natürlich sind Baumnüsse aus der süssen Küche nicht wegzudenken.

Herrlich harmonieren sie beispielsweise mit Ahornsirup. Aus dieser Kombination lassen sich erlesene Herbstdesserts zubereiten. Auch die kalorienreiche Bündner Nusstorte ist jede Sünde wert. Zum Glück sind Baumnüsse gut lagerbar. Sie lassen sich sogar einfrieren. So können sie uns während des ganzen Winters mit ihren segensreichen Eigenschaften verwöhnen.


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