Andalusische Spezialitäten

Die andalusische Küche ist bekannt für ihre wunderbaren Tapas und den hervorragenden Sherry. Aber auch viele andere Spezialitäten warten darauf, kulinarisch entdeckt zu werden. Der ganz besondere Schinken, das hochwertige Olivenöl und die frischen Fischgerichte von der Küste erfreuen alle Gourmets.

Andalusisches Essen, SpanienAndalusisches Essen, Spanien (Foto by: bezikus / Depositphotos)

Andalusien ist die südlichste Region Spaniens und kann kulinarisch mit einigen Spezialitäten aufwarten, für die sie auch über Spaniens Grenzen hinaus bekannt geworden ist. Eine ganz besondere Tradition hat der andalusische Sherry. Auch die Tapas aus der Region werden immer wieder gerne genossen. Weitere Spezialitäten sind beispielsweise der Schinken, das Olivenöl und die Fischgerichte von der Küste. Die Andalusische Küche ist vielfältig und lecker. Je nach Region unterscheiden sich die Speisen. An der Küste wird eher Fisch angeboten und im Hinterland deftige Gerichte. Und die bekannteste kalte Suppe "Gazpacho" stammt auch aus Andalusien.

Der andalusische Schinken

Eine Spezialität von Weltrang ist der andalusische Schinken, der in der Landessprache als „jamón iberico de bellota“ bezeichnet wird. Das spanische Wort „bellota“ heißt übersetzt „Eichel“ und zeigt schon die besondere Behandlung an, die diesem Schinken zuteilwird. Die Iberico-Schweine werden freilaufend gehalten und werden drei Monate lang ausschließlich durch Eicheln ernährt. Dieser spezielle Schinken hat eine einzigartige Maserung durch Fettadern, die ihn von anderen Schinkensorten klar abhebt. Der andalusische Schinken gilt vielerorts als echte Delikatesse.

Die andalusischen Tapas

Die spanischen Klassiker Tapas gibt es natürlich auch in Andalusien. Tapas sind nicht nur einfach Essen, sondern vielmehr Lebenseinstellung. Wenn Spanier Tapas essen gehen, tun sie dies äußerst selten in nur einem Lokal. Vielmehr werden verschiedene Bars besucht und im Laufe des Abends zahlreiche Tapas ausprobiert. Gute Tapas-Bars beschränken sich nicht auf eine kleine Auswahl, sondern bieten bis zu 50 der kleinen Gerichte an. Als Tapas eignen sich die verschiedensten Gerichte, die sich in kleine Häppchen zerteilen lassen. Beispiele für typisch andalusische Tapas sind frittierte Teiggarnelen, luftgetrocknete Schinkenscheiben, in Weißwein eingelegte Garnelen, Scheiben von gepökeltem Fleisch, frittierte Kleinfische und gefüllte Oliven. Dazu gehören natürlich verschiedene Dips und Saucen.

Das Olivenöl aus Andalusien

In Andalusien werden hochwertige Oliven angebaut, die noch traditionell von Hand geerntet werden. Sie werden auf eine ganz besondere Art und Weise in alten Mühlen gepresst, wodurch ein besonders hochwertiges Öl entsteht. Die aufwändige Herstellung macht diese Öle zu einer teuren Spezialität. Dieses andalusische Olivenöl wird in der Regel nicht zum Kochen verwandt, da es dafür zu „schade“ ist. Vielmehr wird es zur geschmacklichen Verfeinerung und Aufwertung von Speisen verwendet, beispielsweise bei leckeren Sommersalaten oder der Gazpacho, der klassischen kalten Suppe aus Spanien.

Sherry, Sherry, Sherry …

Andalusien ist auch bekannt für seinen hervorragenden Sherry, der im so genannten Sherry-Dreieck gekeltert wird. Diese Region erstreckt sich auf die Gegend zwischen El Puerto de Santa Maria, Sanlúcar de Barrameda und Jerez de la Frontera. Dieser Weißwein wird auf eine ganz spezielle Art gelagert, sodass er stets einen konstanten, frischen Geschmack hat. Fino ist der helle Sherry aus Andalusien, der in Tapas-Bars gewöhnlich zu den Tapas gereicht wird. Von Manzanilla spricht man, wenn diese Sherry-Art aus Sanlúcar stammt. Der Oloroso hat eine Farbe wie Mahagoni und begeistert mit seinem starken Duft. Der Amontillado ist eine Weiterentwicklung des Fino und hat eine bernsteinfarbene Färbung.

Regionale Unterschiede

Die typischen Gerichte Andalusiens unterscheiden sich je nach der Region, in der man sich befindet. An der langen Küste werden bevorzugt frische Fischgerichte kredenzt. Die Gerichte überraschen häufig mit ihrer Einfachheit, die dennoch größten Genuss verspricht. Oft werden die Fischrezepte nur gegrillt oder frittiert. Besonders zu empfehlen ist der Seeteufel. Auch hervorragende Fischsuppen werden in Andalusien gekocht, die nicht selten mit dem feinen Sherry verfeinert werden. Im Hinterland der Region sieht die Ernährung doch um einiges anders aus. Hier werden gerne nahrhafte Eintöpfe gekocht, die aus Gemüse und Hülsenfrüchten hergestellt werden. Dazu isst man frisches Weißbrot. Als Fleischgerichte kommt häufig Wildfleisch auf den Tisch. Vor allem Kaninchen und Lamm werden in der andalusischen Küche gerne verwendet.


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