Türkische Küche: Zauber des Orients im heimischen Kochtopf

Zauber des Orients im heimischen Kochtopf
Woran denken die meisten Menschen in Europa, wenn sie an die türkische Küche denken? Wahrscheinlich an Döner. Vielleicht auch an Börek, Baklava oder das bekannte Fladenbrot Pide. Aber die türkische Küche hat sehr viel mehr zu bieten.

Auch viel Gemüse wie Auberginen gehören zur türkischen KücheAuch viel Gemüse wie Auberginen gehören zur türkischen Küche (Foto by: chudo2307 / Depositphotos)

So holen Sie sich mit der türkischen Küche den Orient nach Hause

Was macht die türkische Küche so besonders, dass sie weltweit an dritter Stelle auf der Beliebtheitsskala steht, direkt nach der chinesischen und der französischen Küche? Es ist die Vielfalt und auch eine gewisse Bodenständigkeit, die die türkische Küche so einzigartig und daher auch so beliebt macht.

Viele verschiedene Kulturen und auch die türkischen Eroberungszüge durch Europa haben im Laufe der Jahrhunderte die Küche der Türkei bereichert und das schmeckt man auch noch heute.

Hauptbestandteile der türkischen Küche sind Lammrezepte und immer frisches Gemüse. Um dem europäischen Gaumen ein wenig näher zu kommen, werden viele Speisen wie Döner oder Kebab heute auch mit Geflügelfleisch angeboten.

Mit den richtigen Gewürzen, schmeckt aber auch ein Döner mit Putenfleisch sehr gut. Alle, die gerne die türkische Küche einmal zu Hause ausprobieren möchten, sollten nach Möglichkeit zu Geflügel greifen, denn Lamm ist nicht jedermanns Sache und auch die Zubereitung ist nicht ganz so einfach und manchmal schon eine Herausforderung.

Döner und mehr

Döner heisst übersetzt nichts anderes als drehen und das würzige Fleisch vom Drehspiess mit Tomaten, Gurken, vielen Zwiebeln, Weiss- und Rotkohl, das mit einer Joghurtsauce in eine Tasche aus Fladenbrot gepackt wird, ist zu einem beliebten Imbiss in Westeuropa geworden. Nur leider hat dieser Döner so gar nichts mit dem Döner zu tun, wie er in der Türkei gegessen wird.

Die Türken schätzen Döner, aber sie würden ihn nie in einer Tasche aus Fladenbrot unterwegs essen, sondern immer nur schön angerichtet auf einem Teller, im Kreis der Familie. Ein türkischer Gastwirt hat den Döner „to go“ erfunden, weil es seine Gäste immer eilig hatten und die türkische Spezialität immer nur zum Mitnehmen wollten.

Typisch türkisch

In der Türkei wird grundsätzlich erst am Abend gegen 20 Uhr gegessen. Doch keine Familie isst allein, es werden immer Freunde oder Verwandte dazu eingeladen. Entsprechend lange dauert das Essen und entsprechend gross ist das Angebot an Speisen. Wer einmal ein türkisches Essen nachkochen möchte, der sollte mit einer Suppe beginnen. Rote und Grüne Linsensuppe ist sehr beliebt, aber auch die traditionelle Kuttelsuppe.

  • Suppe: Für diese Suppe werden Pansen in Zitronenwasser gekocht, in Streifen geschnitten und in einer Mehlschwitze mit Butter, Essig und Knoblauch angerichtet. Suppen werden in der Türkei niemals gegessen, sondern immer getrunken.
  • Vorspeise: Auf die Suppe folgen die Vorspeisen. Das können Dolma sein, gefüllte Weinblätter oder auch Humus, ein Brei aus Kichererbsen, oder auch gebackene Auberginenscheiben mit Börek, kleine Blätterteigröllchen, die mit Käse oder Hackfleisch gefüllt werden.
  • Hauptgericht: Wenn es um das Hauptgericht geht, dann ist die Auswahl gross. Es sollte aber immer Lamm, Hammel oder Geflügel sein. Kebab vom Lamm, mit geschmorten Tomaten und Zwiebeln mit einer Joghurtsauce, ist nur eine der vielen Möglichkeiten. Pilaw, das bekannte Reisgericht oder Köfte, türkische Frikadellen mit Gemüse, gehören zur bürgerlichen Küche der Türkei.
  • Getränke: Getrunken werden dazu entweder Raki, der traditionelle Schnaps aus Anis, der mit möglichst eiskaltem Wasser aufgefüllt wird, oder aber Ayran, ein Erfrischungsgetränk aus Joghurt.
  • Nachspeise: Die Desserts sind eine wahre Orgie aus Zucker, Mandeln, Honig und kandierten Früchten. Beliebt und bekannt ist Baklava, eine Art Blechkuchen aus mehreren Schichten Blätterteig mit Pistazien oder Nüssen, der während des Backens immer wieder mit Zuckersirup übergossen wird. In kleine Stücke geschnitten, schliesst Baklava zusammen mit einer Tasse starkem, türkischen Mokka oder Tee das Essen ab.

Afiyet Olsun – Guten Appetit!

Die Türkische Küche ist köstlich und dazu auch noch sehr gesund. Sie ist immer ausgewogen und hat wenig Cholesterin, ist gut verdaulich und sehr abwechslungsreich. Meist werden beim ersten Gang Fleischbällchen, Fischgerichte wie Muscheln oder Käsespezialitäten mit Salat serviert.

Danach folgen Fleisch- und vegetarische Gerichte. Abgerundet wird das Ganze mit süssen Desserts oder frischen Obst. Wirklich zuende geht das Menü mit einem türkischen Kaffee oder Tee. Türkisch kochen ist immer eine echte Bereicherung und wird mit Sicherheit bei der Familie und auch bei Freunden grossen Anklang finden!

Und hier ein paar Anregungen


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