Unterschied zwischen Barbecue und Grill

Unter Barbecue versteht man gemeinhin zwei unterschiedliche Dinge: einerseits das Grillfest an und für sich, andererseits die spezielle Zubereitungsmethode von Fleisch. Mit letzterer wollen wir uns an dieser Stelle näher befassen und die Unterschiede zum klassischen Grillieren aufzeigen.

Beim Grillieren werden eher kleine Fleischstücke zubereitet.Beim Grillieren werden eher kleine Fleischstücke zubereitet. (Foto by: tepic / Depositphotos)

Zur Erinnerung: Was ist Barbecue ursprünglich?

Beim Barbecue in seiner ursprünglichen Anwendung handelt es sich um eine Garmethode, die in den Südstaaten der USA ihren Siegeszug durch die Welt startete. Dabei garte man grosse Fleischstücke („de barbe à queue“) in einer offenen Grube während mehrerer Stunden oder Tage bei relativ tiefen Temperaturen.

Zum Räuchern wurden verschiedene Holzarten verwendet, beispielsweise Kirsche, Apfel oder Pecan. Diese Hölzer gaben dem Fleisch den unnachahmlichen Rauchgeschmack. Heute wird kaum mehr Fleisch in offenen Gruben gegart – hierzulande schon gar nicht.

Als Alternative wurden die sogenannten BBQ-Smoker entwickelt, die wie Dampfloks aussehen und ähnlich wie das Räuchern in der Grube funktionieren.

Barbecue oder Grillieren

Das Wort Barbecue hat sich in unserem Wortschatz fest eingenistet und wir gebrauchen es gemeinhin, wenn wir vom Grillieren oder dem Gartenfest, bei dem ein paar Würste auf dem Grill gebraten werden, sprechen.

Das ist durchaus okay. Doch wie wir erfahren haben, können wir aufgrund der Zubereitungsart zwischen BBQ und Grill unterscheiden. Beim Grillieren werden eher kleine Fleischstücke zubereitet.

Steaks, Koteletts, Würste oder Hamburger gehören zu den Klassikern, die man bei Herrn und Frau Schweizer auf dem Grill sieht. Die Stücke werden bei grosser Hitze grilliert, also bei etwa 160 bis gut 240 Grad und sind in etwa 15 bis 30 Minuten gar.

Meist liegen die Stücke unmittelbar über der Glut und werden direkt grilliert.

Nicht so beim Barbecue. Dort kommt die Hitze von der Seite; die Temperatur beträgt lediglich zwischen 100 bis 160 Grad und der Garprozess kann mehrere Stunden dauern.

Verwendet werden hauptsächlich grosse und eher zähe Stücke, wie zum Beispiel Schweinsschultern, Rindsbrust oder gar ganze Schweine, die durch den langen Garprozess butterzart werden. Nach dem Garen wird das Fleisch in kleinen Stücken vom Knochen gelöst und auf einem Sandwich angerichtet.

Dazu werden die berühmten, rauchigen Barbecue-Saucen gereicht. In Europa kaum bekannt, sind diese Sandwiches in Amerika der Inbegriff von Barbecue. In den Südstaaten von Amerika, wo das Barbecue seinen Ursprung hat und in seiner originalen Form immer noch weit verbreitet ist, unterscheidet man in der Terminologie klar zwischen Barbecue und Grillieren.

Das, was der Volksmund unter Grillieren versteht, wird dort Cookout genannt, was so viel bedeutet wie „draussen kochen“. Auch Grilling oder Broiling sind je nach Gegend häufig verwendete Begriffe. Die Bezeichnung Barbecue bleibt dort der traditionellen, ursprünglichen Garmethode vorbehalten.


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