Chicorée

Chicorée, der Cichorium intybus wird aus der Zichorienwurzel gezogen und ist ein gesundes Wintergemüse. Insbesondere als Rohkostsalat, aber auch als Gemüse zu vielen Gerichten wird das aromatische Gemüse gerne verwendet.

Chicorée (Foto by: pilipphoto / fotolia.com)

Allgemeines

Der Chicorée zählt zur Familie der Korbblütler. Er wird aufgrund der blassgelben Farbe oftmals auch als Treib- oder Bleichzichorie bezeichnet. Chicorée wächst in ovaler, länglicher Form. Die Pflanze erreicht durchschnittlich eine Länge von 10 bis 20 Zentimetern. Der spitz zulaufende Kopf setzt sich aus fest zusammenliegenden Blättern zusammen. In der Mitte sitzt ein fester Strunk. Die Blätter des Chicorée sind weiss und die Spitzen hellgelb.

Herkunft

Der erste Chicorée wurde im Jahre 1846 geerntet. Dabei handelt es sich bei diesem Gemüse um ein Zufallsprodukt, entstanden aus der Wilden Zichorie. Im Jahre 1844 entdeckte Bresier, ein Gärtner des Brüsseler Botanischen Gartens, dass im Keller gelagerte Zichorienwurzeln neue Triebe gebildet hatten. Diese waren sehr schmackhaft, sodass er sich an die Arbeit machte, das neue Gemüse aus den Zichorienwurzeln unter Ausschluss des Sonnenlichts zu züchten. Chicorée zählt insbesondere in Belgien zu den beliebten Gemüsesorten, aber auch in anderen europäischen Ländern wird das Gemüse gerne verzehrt.

Saison

Chicorée hat von November bis Mai Saison und ist somit das ideale Wintergemüse.

Geschmack

Chicorée ist ein aromatisches und knackiges Gemüse, mit einem leicht bitteren und herben Geschmack.

Verwendung in der Küche

Chicorée ist vielen als Rohkostsalat bekannt. Allerdings lässt sich das Gemüse deutlich vielseitiger zubereiten. So kann Chicorée zum Beispiel auch gebraten, gratiniert oder gedünstet verzehrt werden. Besonders gut harmoniert der Geschmack zu hellem Fleisch, zu Fisch oder zu Gemüsemischungen. Auch Suppen, Gemüsekuchen oder Aufläufe lassen sich mit Chicorée herstellen.

Vor der Verwendung sollten der Strunk herausgeschnitten und die äusseren Blätter entfernt werden, da diese Bestandteile die meisten Bitterstoffe enthalten. Die meisten neuen Züchtungen enthalten allerdings nur noch wenige Bitterstoffe. Ansonsten kann kurzes Einlegen in Milch vor dem Rohverzehr oder Kochen in Wasser mit einem Teelöffel Zucker helfen, Bitterstoffe zu minimieren. Beim Kochen des Gemüses sollte zudem ein Spritzer Zitrone dem Kochwasser zugegeben werden, denn so behält es die frische weisse Farbe. Auch ist bei der Zubereitung auf die Verwendung von Pfannen und Töpfen aus Eisen zu verzichten, ansonsten verfärbt sich das Gemüse schnell schwarz.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Etwa eine Woche lang kann Chicorée im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden. Wird er in ein feuchtes Küchentuch eingewickelt, dann bleibt er für die gesamte Dauer noch knackig-frisch. Blattspitzen geben am besten Aufschluss darüber, ob der Chicorée noch frisch ist. Sind diese hellgelb, ist das Gemüse frisch. Bei grünen Blattspitzen schmeckt Chicorée bitter und sollte nicht mehr verzehrt werden. Bei der Aufbewahrung sollte auch auf eine stoss- und druckfreie Lagerung geachtet werden, denn ansonsten bilden sich schnell dunkle Stellen.

Nährwert/Wirkstoffe

In 100 Gramm dieses Gemüses sind durchschnittlich etwa 16 Kilokalorien, 0 Milligramm Cholesterin und 0,20 Gramm Fett enthalten. Der Chicorée ist dabei besonders reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Darunter vor allen Dingen Vitamine A, B1, B2 und Vitamin C. Auch Folsäure, Betacarotin, Kalzium, Kalium, Magnesium und Phosphor sind in dem gesunden Gemüse enthalten. Es ist zugleich reich an Ballaststoffen, sodass es eine verdauungsfördernde Wirkung hat. Zugleich wirkt Chicorée harntreibend und säurebindend. Aufgrund des enthaltenen Bitterstoffs Intybin wird er zudem gerne als Magenbitter eingesetzt. Dazu werden einfach einzelne Blätter gegessen. Daneben werden Chicorée oder Extrakte daraus, aufgrund der enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe und Vitamine, auch als Anti-Aging-Mittel eingesetzt.


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