Joghurt

Joghurt hatte lange Zeit den Ruf als typisches Diät- oder Ökoprodukt. Inzwischen findet er sich aber in fast jedem Haushalt im Kühlschrank - wahlweise als fertiger Fruchtjoghurt als Snack für zwischendurch oder als gesunde Naturjoghurts ohne Zuckerzusätze und dafür frisch zubereitet mit frischem Obst oder Müsli.

Joghurt wird mit Hilfe von Milchsäurebakterien aus Milch oder Rahm hergestellt.Joghurt wird mit Hilfe von Milchsäurebakterien aus Milch oder Rahm hergestellt (Foto by: tashka2000/ Depositphotos)

Joghurt wird mit Hilfe von Milchsäurebakterien aus Milch oder Rahm hergestellt. Dieser Vorgang nennt sich Fermentation. Die Milchsäurebakterien setzen Milchzucker in Milchsäure um und führen dadurch zu einer Ansäuerung der Milch. Durch den sinkenden pH-Wert koaguliert das Eiweiß in der Milch und diese wird zunehmend dicklicher. Wird der Joghurt im Becher fermentiert und dann nicht mehr gerührt, so ist er zum Abschluss stichfest. Joghurt wird gerne als Zwischenmahlzeit eingesetzt und wird zu diesem Zweck häufig mit Zucker und Früchten versetzt. Eine gesündere Alternative ist es, selber Naturjoghurt mit frischen, kleingeschnittenen Früchten zu mischen.

Herkunft

Woher Joghurt genau stammt, ist nicht geklärt, da es verschiedene Theorien über seine Entdeckung gibt. Es gibt Hinweise darauf, dass Joghurt schon einige Jahrhunderte v.Chr. bekannt war und aus Schafmilch hergestellt wurde, da so behandelte Milch eine längere Haltbarkeit aufweist. In Europa wurde Joghurt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Lebensmittel bekannt, konnte sich aber aufgrund der fehlenden Kühlmöglichkeiten in den Privathaushalten noch nicht effektiv verbreiten. Inzwischen ist der Joghurt aus dem Kühlregal nicht mehr wegzudenken. Er wird in großer Vielfalt als Snack angeboten. Dafür werden dem Joghurt Früchte, Cerealien, Zucker und Aromen zugesetzt.

Aussehen

Naturjoghurt hat eine weiße Farbe und weist je nach Sorte eine dickflüssige bis stichfeste Konsistenz auf. Fruchtjoghurt kann in Abhängigkeit von der jeweiligen Zutat beinahe jede beliebige Farbe annehmen, von Rot bei Himbeer- oder Erdbeerjoghurt über Violett bei Heidelbeerjoghurt oder braun bei Schokoladenjoghurt.

Geschmack

Aufgrund des Herstellungsprozesses und der dabei entstehenden Milchsäure weist Naturjoghurt weist einen leicht säuerlichen Geschmack auf. Deshalb bevorzugen sehr viele Menschen mit Zucker versetzte Fruchtjoghurts. Sie enthalten Zucker und Früchte bzw. Fruchtaromen. Dementsprechend schmecken sie vor allem süß und ein wenig nach der jeweiligen Frucht.

Anwendung/Verwendung in der Küche

Joghurt wird meist in reiner Form unter Zusatz von Früchten und Zucker als Zwischenmahlzeit verzehrt. Typisch sind hierfür die gezuckerten Fruchtjoghurts, die bereits verzehrfertig aus dem Kühlschrank kommen. Da diese Joghurts sehr viel Zucker enthalten, ist ein selber gemischter Joghurt mit wenig Zucker und dafür viel Fruchtanteil empfehlenswerter. Auch auf dem Frühstückstisch macht sich Joghurt gut, beispielsweise gemischt mit einem knackigen Müsli. Joghurt kann man auch beim Kochen sehr gut einsetzen, beispielsweise zum Verfeinern von Saucen oder zum Herstellen von Dressings für Salate.

Sonstiges/Besonderheiten

Basierend auf dem Fettgehalt und den Zusätzen unterscheidet man verschiedene Joghurtsorten: Naturjoghurt besteht nur aus Milch bzw. Rahm und Milchsäurebakterien. Je nach Fettgehalt entscheidet man Rahmjoghurt, Joghurt, fettarmen Joghurt und Magermilchjoghurt. Fruchtjoghurt ist mit Fruchtzubereitungen oder Früchten versetzter Joghurt. Ein als Fruchtjoghurt bezeichnetes Produkt muss mindestens 6 Prozent Fruchtanteil enthalten. Ist der Fruchtanteil geringer, handelt es sich um Joghurt mit Fruchtzubereitung bzw. mit Fruchtgeschmack. Trinkjoghurt schmeckt wie normaler Fruchtjoghurt, ist aber wesentlich dünnflüssiger.


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