Mohn - Superfood aus der Schweiz

Alle lieben die wunderschönen roten Mohnpflanzen, die am Strassenrand oder in Ährenfeldern blühen. Mohn ist aber auch ein Superfood aus der Schweiz. In diesem Beitrag haben wir interessante Informationen zu den aromatischen Samen zusammengetragen.

MohnsamenMohn zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. (Foto by: daffodil / Depositphotos)

Wissenswertes über Mohn

  • Mohn zählt zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Erste Funde gehen auf die Jahre 3000 bis 4000 vor Christus zurück.
  • Der Mohnanbau in der Schweiz erlebte seine Blüte bis zu den 1950-er Jahren des letzten Jahrhunderts, verschwand dann aber fast ganz.
  • Heute besinnt man sich in der Schweizer Landwirtschaft generell auf alte Rassen und Sorten und fördert deren Wiederanbau. So auch beim Mohn. In verschiedenen Teilen der Schweiz wurde der Mohnanbau erfolgreich wiederbelebt.
  • Doch die Schweizer Produktion kann den lokalen Bedarf bei Weitem noch nicht abdecken. Die meisten Samen werden nach wie vor importiert.
  • Schweizer Mohn findet ihr in Spezialgeschäften und Reformhäusern.
  • Mohn ist sehr gesund und liefert Ballaststoffe, Phosphor, Eisen sowie Vitamin E.
  • Die Samen gelten als sehr ölhaltig und enthalten satte 42g Fett und 477 Kalorien pro 100g.
  • Mohn ist nicht nur in der Küche beliebt, sondern auch als Heilpflanze bekannt für seine beruhigende, schmerzlindernde Wirkung. Namentlich der Schlafmohn.
  • Der Pflanzensaft des Mohns enthält Opioide und Alkaloide – weshalb die Pflanze auch als Droge missbraucht wird.

Die verschiedenen Mohnsorten

Zwar kennt man heute etwa 120 unterschiedliche Mohnarten. Doch das, was wir in der Küche verwenden, sind ausschliesslich die Samen von Schlafmohn. Je nachdem welche Farbe diese Samen aufweisen, sprechen wir von Weiss-, Grau- oder Blaumohn.

Weissmohn

  • Die Körner des Weissmohns haben eine helle, beige Farbe.
  • Ihr Aroma ist leicht süsslich und erinnert an Baumnuss.

Graumohn

  • Die Körner des Graumohns sind etwas grösser als die übrigen Mohnsorten.
  • Graumohn kommt bei uns am häufigsten zum Zug, vor allem auf Brot und Brötchen.
  • Sein Aroma ist dezent und mild.

Blaumohn

  • Diese Mohnsorte besticht durch seine schöne Farbe.
  • Das Aroma von Blaumohn ist intensiv mit einer gewissen Bitternote.

In Indien wird gelber Mohn verwendet, das mit Kurkuma der Currymischung seine Farbe verleiht. Zudem lassen sich damit die Saucen binden.

Mohnöl

Öl aus Mohnsamen gilt als besonders erlesene Delikatesse. Nicht nur schmeckt es wunderbar nussig; es wird kalt gepresst, enthält viele wertvolle Fettsäuren und ist somit sehr gesund. Das müsst ihr dazu wissen:

  • Mohnöl kann von sehr mild bis intensiv nussig schmecken.
  • Das Öl sollte nicht erhitzt werden – es wird bitter und verliert seine kostbaren Nährstoffe.
  • Das hochwertige Öl bereichert also besonders Salatsaucen und Kaltgerichte.

Wie ihr die verschiedenen Mohnsorten am besten einsetzt und weitere Tipps zum Mohn in der Küche findet ihr hier: Mohn in der Küchenpraxis

Beliebte Mohnrezepte


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