Krautstiel

Ein vielseitiges Gemüse erobert unsere Herzen: Krautstiel, auch Mangold genannt. Ihr könnt es vielseitig zubereiten. Es ist gesund, kalorienarm und gedeiht auch in unseren Gärten prächtig. Mehr Informationen zu diesem patenten Gewächs haben wir extra für euch zusammengestellt.

Infos-MangoldKrautstiele sind nicht nur äusserst schmackhaft, sondern auch sehr gesund. (Foto by: olhaafanasieva / Depositphotos)

Allgemeine Informationen

  • Krautstiel gehört zu der Familie der Rübe und ist mit der Zuckerrübe oder dem Randen verwandt.
  • Gängig sind die Sorten mit den weissen Stielen und den grünen Blättern. Immer häufiger finden wir Mangold mit bunten Stielen, was besonders appetitanregend aussieht.
  • Bei Mangold und Krautstiel handelt es sich um dasselbe - der Begriff Krautstiel ist vor allem in der Deutschschweiz sehr verbreitet.
  • Es handelt sich um eine zweijährige Pflanze, die auch leichte Frostnächte übersteht.
  • Wir unterscheiden zwischen Stiel- und Blattmangold: Beim Stielmangold gerät der Stiel als sehr lang und erinnert an Spargeln. Beim Blattmangold treiben die Blätter nach dem Ernten immer wieder aus.

Herkunft und Saison von Krautstiel

Krautstiele kennt man seit ungefähr 400 v. Chr. Ursprünglich stammen sie aus dem Mittelmeerraum. Die Saison der Krautstiele dauert von April bis in den Oktober.

Geschmack

Es gibt Menschen, die nur das Grün, und solche, die nur den Stiel der Pflanze verspeisen. Fakt ist, beides schmeckt lecker. Die Blätter erinnern in Aroma und Konsistenz stark an Spinat. Die Stängel sind fest im Biss und verwöhnen unsere Gaumen mit einem wunderbar erdigen Geschmack.

Nährwerte / Wirkstoffe

Krautstiele sind nicht nur äusserst schmackhaft, sondern auch sehr gesund. So gelten sie als schlagkräftige Lieferanten von:

  • Vitamin K, A und E;
  • Eisen;
  • Kalium;
  • Magnesium und
  • Natrium.
  • Den Blättern sagt man eine starke antioxidative und immunstärkende Wirkung nach.

Da rohe Krautstiele Oxalsäure enthalten, sollte man das Gemüse nur gekocht geniessen. Roh könnte es zu Bauchkrämpfen und Durchfall führen.

Aufbewahren und Haltbarkeit

Es ist wie bei jedem Gemüse: Je länger man es aufbewahrt, desto mehr Nährstoffe gehen verloren. Deshalb solltet ihr auch Krautstiele möglichst erntefrisch geniessen. Ein paar Tage lassen sie sich im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Wer das Gemüse in mundgerechte Stücke schneidet und kurz blanchiert, kann es einfrieren. So hält es etwa drei Monate.

Infos-KrautstielNäheres zum Krautstiel. (Foto by: GuteKueche.ch)

Verwendung in der Küche

Wie oben erwähnt lassen sich die grünen Blätter wie Spinat und die langen Stiele wie Spargeln verwenden. Stiel und Blätter zusammen gedämpft schmecken ebenfalls herrlich. Ob gebraten, gedämpft oder an einer Rahmsauce: Mangold überzeugt.

Krautstiel passt wunderbar für eine Gemüsewähe oder auf einem Flammkuchen Mit einem Eintopf aus weissen Stielen mit Kartoffeln und dem Pesto des Krautstielgrüns begeistert ihr viele Geniesser. Auch in Form eines Gratins lieben wir ihn.

Wer mag sie nicht, die deftigen Capuns aus dem Bündnerland? Hier wird ebenfalls Kraustiel benötigt. Übrigens kann man auch die Basler Laubfrösche mit Mangold zubereiten. Und falls der Wirz für die Pizzoccheri fehlt, sind Krautstielblätter eine prima Alternative.

Köstliche Rezepte mit Krautstiel:

Weitere tolle Rezepte mit Mangold finden Sie in unserer Rezeptkategorie für Krautstiel Rezepte


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