Konfitüre

Konfitüre ist von unserem Frühstückstisch kaum wegzudenken – was wäre das Frühstücksbrot auch ohne feinste Früchte in Form von leckerer Gomfi. Die Zubereitung aus Früchten und Zucker lässt sich aber nicht nur als Brotaufstrich verwenden. Auch beim Backen kommt sie in sehr vielfältiger Weise zum Einsatz.

In der Schweiz heisst die Konfitüre auch oft Gomfi, Gumfi oder Gonfi.In der Schweiz heisst die Konfitüre auch oft Gomfi, Gumfi oder Gonfi. (Foto by: agneskantaruk/ Depositphotos)

Konfitüre ist je nach Land und Region unter vielen Namen bekannt. Während hierzulande Konfitüre auch als Gomfi, Gumfi oder Gonfi bezeichnet wird, heisst sie in vielen anderen Ländern traditionell „Marmelade“. Konfitüre ist eine Zubereitung, die vor allem aus Früchten und Honig, Saft von Zitrusfrüchten, Spirituosen, Wein und Likör, Nüsse und Vanillin besteht.

Herkunft

Konfitüre wurde schon im alten Rom hergestellt, indem Zwetschgenmus mit Zuckerrohr haltbar gemacht wurde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erfand die Schottin Janet Keiller mehr durch Zufall die berühmte Marmelade aus Bitterorangen, welche schliesslich in der ersten Marmeladenfabrik überhaupt produziert und vertrieben wurde. Heutzutage ist die Herstellung, die erlaubten Zusätze sowie die Namensgebung in entsprechenden Verordnungen geregelt.

Aussehen

Konfitüre verdankt ihr Aussehen – insbesondere die Farbe –der jeweils verwendeten Frucht. Sie unterscheidet sich von anderen Fruchtaufstrichen dadurch, dass ihre Konsistenz nicht glatt ist, wie es beispielsweise bei Gelee der Fall ist. Je nach Konfitürensorte können entweder noch Stückchen enthalten sein oder aber die Früchte wurden fein zerkleinert und die Konfitüre gleicht mehr einem Fruchtmus.

Geschmack

Konfitüre schmeckt aufgrund des hohen Zuckergehalts zunächst einmal sehr süss. Der Eigengeschmack der jeweils verwendeten Frucht und ihre natürlicher Säuregehalt ergänzen sich mit dem Zucker zu einer angenehmen, aber dennoch starken Süsse. Der Fruchtgeschmack kann beispielsweise von Erdbeeren, Heidelbeere, Aprikose, Zitrusfrüchten und vielem mehr stammen. Werden Bitterorangen oder Ingwer eingesetzt, so kann die Konfitüre eine bittere Geschmackskomponente tragen.

Anwendung/Verwendung in der Küche

Gomfi ist ein beliebter Krapfen werden das ganze Jahr über mit Aprikosenkonfitüre gefüllt angeboten, zur Faschingszeit gerne auch mit anderen Sorten wie Hagebuttenmark. Konfitüre kann auch in Rahm eingerührt werden, um damit Kuchen eine fruchtige Note zu verleihen. Ein wenig Konfitüre mit Quark oder Joghurt verrührt ist eine leckere und gesunde Zwischenmahlzeit.

Konfitüre kann prinzipiell jeder selbst zu Hause machen. Dies bietet sich natürlich besonders an, wenn man eigenes Obst im Garten hat, das ohnehin übrig wäre. Dazu werden die Früchte zerkleinert und mit einer definierten Menge Gelierzucker aufgekocht. Die heisse Konfitüre wird danach direkt in zuvor mit kochendem Wasser ausgespülte Gläser gefüllt und diese fest verschlossen.

Lässt man die Gläser auf dem Kopf stehend abkühlen, so steigert dies die Haltbarkeit. Mit der richtigen Zuckermenge wird die Konfitüre oft über Jahre hinweg haltbar gemacht.

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