Vanille

Vanille – die Königin der Gewürze. Kein anderes Gewürz hat ein solch traumhaftes Aroma und sorgt für solch einen wohligen, süsslichen Duft in Süssspeisen und Desserts. Vanille ist nicht umsonst weltweit eines der beliebtesten Gewürze, entspannt sie doch Körper und Geist.

Vanille wird aus den Kapselfrüchten einiger bestimmter Orchideenarten gewonnenVanille wird aus den Kapselfrüchten einiger bestimmter Orchideenarten gewonnen (Foto by: joannawnuk / Depositphotos)

Vanille wird aus den Kapselfrüchten einiger bestimmter Orchideenarten gewonnen. Die umgangssprachlich als Vanilleschoten bezeichneten Früchte sind bis zu 30cm lang und werden gelb-grün geerntet.

In einem über Wochen dauernden aufwendigen Prozess werden die Schoten unter anderem einer Fermentation unterzogen bevor sie getrocknet im Ganzen oder klein gemahlen, meist mit Zucker gemischt, in den Handel gelangen.

Der Hauptwirkstoff – das Vanillin – wird erst während des Aufarbeitungsprozesses gebildet. Es wird inzwischen auch künstlich hergestellt und findet häufig Anwendung, wenn eine Speise oder ein Fertigprodukt günstig aromatisiert werden soll.

Herkunft & Saison

Vanille hat eine lange Tradition und war bereits bei den Azteken ein beliebtes Gewürz. Aufgrund des aufwendigen Bearbeitungsprozesses und aufgrund der Tatsache, dass Spanien jahrhundertelang ein Monopol hielt, war Vanille schon früher ausserordentlich teuer und nur den Reichen und Adligen vorbehalten.

Auch heute noch ist echte Vanille eines der teuersten Gewürze. Sie bedarf eines tropischen Klimas und wird heute hauptsächlich auf Madagaskar und in Indonesien angebaut. Echte Vanille gelangt hierzulande vor allem in Form von Vanillestangen in den Handel. Selten wird auch Vanillezucker mit echter Vanille angeboten. Vanillinzucker oder Vanillearoma enthalten üblicherweise nur künstliches Vanillearoma.

Geschmack

Vanille weist einen unverwechselbaren, intensiven Geschmack auf. Sie verströmt einen süsslichen, blumigen Duft.

Verwendung in der Küche

Vanille kommt aufgrund ihres süsslichen Aromas hauptsächlich in Süssspeisen zum Einsatz. Ob , süsse Aufläufe oder Puddings – sie alle profitieren ebenso vom feinen Aroma wie süsse Likörs, Desserts, Pralinen, Kuchen und Kleingebäck.

Vanille harmoniert bestens mit typischen, herben Winteraromen wie Schokolade, Zimt und Nelken. Auch Schlagrahm wird traditionell mit etwas Vanillezucker gesüsst.

Ganze Vanilleschoten werden mit einem scharfen Messer der Länge nach aufgeschnitten.

Das Innere kann dann mit der stumpfen Seite des Messers vorsichtig aus der Kapsel gekratzt werden, wird als Vanillemark bezeichnet und hat ein herausragendes Aroma. Es besteht aus winzigen schwarzen Samen und einem Öl und sorgt für die typischen dunkelbraunen Vanillepünktchen in der fertigen Speise. Vanillezucker wird in gleicher Weise verwendet wie normaler Zucker.

Wirkung

Vanille wirkt beruhigend für die Nerven. Zudem soll sie Gehirn und Geist stärken. Vanillin hat eine pheromonartige Struktur und entfaltet eine aphrodisierende Wirkung.


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