Wildkräuter: frisches von Wiese und Wald

Wildkräuter: frisches von Wiese und Wald. Mit vielen köstlichen Rezepten zaubern wir Wildkräuter und essbare Blüten im Frühling auf unsere Teller. Ob Du zu Gänseblümchen greifst oder den überall leicht aufzuspürenden Gundermann verwendest, nach Wiesensalbei oder Feldthymian suchst – Blüten veredeln die Gerichte elegant. Übrigens, auch Waldsauerklee oder die hübschen, weissen Blüten des Bärlauchs geben sowohl optisch als auch kulinarisch einiges her.

Gänseblümchen und Löwenzahn machen sich gut im SalatGänseblümchen und Löwenzahn machen sich gut im Salat (Foto by: silencefoto / Depositphotos)

Gerade im Frühling, wenn es grünt und blüht und die Sonne die zu neuem Leben erwachenden Wälder in zartgrünes Licht taucht, zieht es uns nach draussen. Die wenigsten von uns wissen um die kulinarischen Schätze, die uns unterwegs in unendlicher Fülle und zum absoluten Nulltarif zu Füssen liegen. Schade; mit den essbaren Wildpflanzen lassen sich herrliche Frühlingsgerichte zubereiten, die Auge und Gaumen entzücken.

Teller optisch aufpimpen– mit Blüten

Bestimmt hast Du auch schon die prächtige Blütendekoration auf dem Teller im Restaurant bewundert. Und du hast dich gefragt, ob man diese Blumen essen kann. Ja, man kann. Viele Blumen und Blüten können nicht nur verzehrt werden. Sie munden auch grossartig. Und sie sehen als Dekoration der Gerichte hinreissend aus. Ob Du zu Gänseblümchen greifst oder den überall leicht aufzuspürenden Gundermann verwendest, nach Wiesensalbei oder Feldthymian suchst – Blüten veredeln die Gerichte elegant. Übrigens, auch Waldsauerklee oder die hübschen, weissen Blüten des Bärlauchs geben sowohl optisch als auch kulinarisch einiges her.

Frühlingssalate – selbst gepflückt

Eine exklusive Delikatesse ist der Blütensalat – dazu kannst Du nach Lust und Laune zusammenstellen, was Du bei einem ausgedehnten Spaziergang findest. Wiesenschaumkraut, Gänseblümchen und Waldveilchen passen hervorragend. Zweifelsohne weisst du, dass Lindenblüten konsumiert werden können – Lindenblütentee ist eine der gängigsten Teesorten. Ist Dir auch bekannt, dass Du die noch ganz jungen Blätterknospen der Linde ebenfalls essen kannst?

Sie sind herrlich zart und von feinem Geschmack. Eine echte Bereicherung in deinem Salat. Junger Löwenzahn, Bärlauch, Wallwurz und junge Brennnesseln ergänzen den frühlingsfrischen Blattsalat ideal. Auch kann ungeniert Blattwerk und Wurzeln der wilden Karotte beifügt werden.

Zur Vollendung des Rohkostschmauses gehören ein paar bunte Blüten in den Salat. Das Auge isst schliesslich mit. Wilder Majoran oder Thymian geben Ihrer Salatkreation zusätzlich eine pikante Note. Ein Feldsalat, der seinen Namen wahrlich verdient.

Zahlreiche Wildpflanzen kannst Du übrigens wie Gemüse zubereiten: beispielsweise einen Wildkräuterspinat aus Brennnessel, Bärlauch, Giersch und Wallwurz. Die intensiven Geschmacksnoten gekochter junger Hopfentriebe oder von Wildkarotten werden Dich begeistern.

Tee à gogo

Liebhaber des aromatischen Heissgetränkes machen auf ihren Streifzügen durch die Natur ebenfalls reiche Beute. Huflattich beispielsweise ist ein wirkungsvoller Hustentee. Und schon wieder die Brennnessel: Sie reinigt, entgiftet und ist auch sonst unserer Gesundheit äusserst zuträglich. Folgende Kräuter eignen sich nebst Brennnesseln ausgezeichnet zur Teezubereitung:

Mit Waldmeister gelingen Ihnen wunderbare Bowlen. Oder er kann wie Holunderblüten zu Sirup verarbeitet werden.

Nicht alltägliche Gourmetstipps

Die Brennnessel gehört bei uns zu den vielseitigsten Wildkräutern. Umso besser, ist sie leicht zu erkennen und überall zu finden. Hier noch ein paar Ideen, wie Sie das Gewächs zu delikaten Frühlingsspezialitäten verarbeiten können: Ungewöhnlich, aber exquisit mundet eine leicht geröstete Brotscheibe mit frisch zubereiteter Brennnesselbutter.

Die Butter lässt sich leider nicht lange aufbewahren und muss frisch zubereitet werden. Zum Apero passen Brennnesselchips oder im Bierteig ausgebackene „Brennnesselmüsli“.

Herrlich, was uns die Natur in Hülle und Fülle quasi auf dem Serviertablett präsentiert. Wir müssen bloss zugreifen. So macht der Lenz doch gleich noch mehr Spass.

Erntetipps für Wildkräuter:

Wichtige Punkte:

  • Gewisse Pflanzen, auch essbare, sind geschützt. Naturfreunde respektieren das.

  • Es gibt einige giftige Wildpflanzen. Wenn Du nicht absolut sicher bist: entweder abklären oder Finger weg.

  • An Wegrändern, die von Hunden frequentiert werden, solltest Du keine Pflanzen pflücken. Aber auch sonst ist wichtig, dass Du die Kräuter und Pflanzen vor der Zubereitung gut wäscht.

 


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