Eintopf statt Abfall

Ein Drittel aller Lebensmittel in der Schweiz wird weggeworfen, fast die Hälfte davon von Haushalten. So landen jedes Jahr rund zwei Millionen Tonnen einwandfreie Nahrung im Kehricht oder Abwasser, in der Biogasanlage, im Kompost oder im Magen von Nutztieren, was noch am sinnvollsten ist.

Lebensmittelreste können einfach verwendet werden statt diese weg zu werfenLebensmittelreste können einfach verwendet werden statt diese weg zu werfen (Foto by: HighwayStarz/ Depositphotos)

Lebensmittelspenden

Dabei könnten wir viel verantwortungsvoller mit unseren Lebensmitteln umgegangen. Es wird nur ein Bruchteil an karikative Organisationen gespendet. Die Schweizer Tafel beispielsweise sammelt überschüssige Lebensmittel um sie an armutsbetroffene Menschen zu verteilen. Doch leider gibt es Konzerne die selbst mit der Armut kalkulieren.

Ich habe schon einmal Ehrenamtlich für eine Tafel gearbeitet und mitbekommen, dass die Lebensmittel lieber weggeworfen werden als gespendet. Die unausgesprochene Begründung ist eine bittere Wahrheit.

Den selbst der ärmste Mensch spart nicht bei der Ernährung, wenn auch noch Kinder im Spiel sind, noch weniger. Weiss dieser Mensch also das er durch eine karikative Organisation versorgt wird, spart er sich natürlich den Gang in den Supermarkt. Was nicht bedeutet das es Armutsbetroffenen leicht fällt, denn es kostet schon viel Überwindung Hilfe anzunehmen. Nun aber die Schlussfolgerung für den Konzern, bekommt man die Ware nicht geschenkt, muss man also doch in den Supermarkt, und wenn man seine letzten Rappen zusammenkratzt.

Warme Eintopf Rezepte sind sinnvolle Magenwärmer, die kostengünstig und gesund zubereitet werden können.

Einkaufsliste und Kühlschrankkochen

Die Konzerne können wir nur schwer ändern, jedoch unseren persönlichen Umgang mit Lebensmitteln. Ein guter Anfang wäre es, sich schon vor dem Einkauf zu überlegen "Was brauche ich wirklich?" Eine Einkaufsliste hält mich persönlich auch vor unnötigen Käufen ab.

Ausserdem sollte man unbedingt satt in den Supermarkt fahren. Wenn man Hunger hat sind die Verlockungen unumgänglich. Hat man nun doch zu viel gekauft kann aus Resten ein lecker Eintopf gekocht werden, oder man lässt sich beraten und gibt die vorhanden Lebensmittel in den Bereich Kühlschrankkochen ein.

Ablaufdatum verstrichen und trotzdem geniessbar

Ich selbst schau mir meine Lebensmittel vor dem Verzehr immer gut an, selbst wenn sie schon über dem Ablaufdatum sind, bedeutet das nicht das die Ware schlecht ist.

Auch Milchprodukte werden von der Industrie heutzutage schon so haltbar gemacht, das man sie selbst ein bis zwei Wochen über dem Haltbarkeitsdatum noch geniessen kann. Das gilt aber nur, wenn sie noch original verpackt sind. Man sieht den Lebensmittel meistens sofort an wenn sie nicht mehr geniessbar sind, ausserdem sollte man daran riechen und eine kleine Probe kosten.

Achtung jedoch bei Fisch und Hackfleisch und Faschiertem! Hier muss man extrem vorsichtig sein, es gilt, wenn nicht mehr ganz frisch, lieber doch entsorgen. Denn hier ist die Gefahr einer Vergiftung sehr gross.

Meine liebsten Resteverwerter Rezepte sind: Der köstliche Nudelsalat - hier kann ich alles übriggebliebene Gemüse hineinschneiden, das Rezept ist beliebig Erweiterbar. Für die kälteren Tage ist Omas Reisfleisch total lecker, aber auch die Stroganoff-Pfanne oder Zwiebel-Kartoffelgratin sind ein wahres Gedicht.


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